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Artikelarchiv

Klimaretter, Der Freitag, taz.die tageszeitung

Weitere Artikel von mir finden sich im Archiv von klimaretter.info, im Archiv von Der Freitag und im Archiv von taz.die tageszeitung. Die meisten anderen Artikel finden sich unten.

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St. Galler Tagblatt, 29.06.2016

Wenn Grossbritannien die EU verlässt, muss es mit dieser einen Vertrag aushandeln. Hinzu kommen Verhandlungen mit all jenen Ländern, die mit der EU ein Handelsabkommen haben. Das erfordert 500 Handelsdiplomaten, vorhanden sind 25.

Herkulesaufgabe für die Briten

Die Brexit-Befürworter haben stets betont, dass Grossbritannien ohne die EU einfacher Handelsverträge mit Drittstaaten aushandeln könne. Boris Johnson, früherer Londoner Bürgermeister, sagte im Mai: «Für Dekaden wurde ein Abkommen mit den USA von der französischen Filmindustrie blockiert, und die aktuellen Verhandlungen über ein transatlantisches Freihandelsabkommen kommen nicht voran, weil die griechischen Feta-Hersteller etwas gegen amerikanischen Feta haben.»

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Badische Zeitung, 29.06.2016

Nach wie vor sind die EU und die USA in vielen Details weit von einer Verständigung entfernt / Vor allem die Landwirtschaft ist ein Streitpunkt

Brexit macht Abschluss der TTIP-Verhandlungen nicht einfacher

In sechs Monaten soll zumindest eine Grundsatzeinigung bei TTIP stehen. Angesichts der sehr unterschiedlichen Positionen und des Brexit erscheint dies aber fraglich. „Nach dreijährigen Verhandlungen wird das „Skelett von TTIP sichtbar“,sagt Iana Dreyer von Boderlex, einer Spezialpublikation für Handelspolitik. „Noch ist aber nicht genug Fleisch an den Knochen, damit der Deal dieses Jahr machbar wä-re.“

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Badische Zeitung, 28.06.2016

Die Kluftzwischen armen und reichen Ländern weitet sich wieder

Die Aufholjagd ist vorerst zu Ende

Bis zur Finanzkrise im Jahr 2008 hat sich die Einkommensschere zwischen Industrie- und Entwicklungsländern schnell geschlossen. Dies ist nicht länger der Fall. Über die Hälfte der Entwicklungsländerfälltwieder zurück. Die Weltbank hat die Entwicklungsländer abgeschafft.

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St. Galler Tagblatt, 24.06.2016

Die Einkommenslücke zwischen Entwicklungsländern und Industriestaaten wird laut Weltbank kaum noch kleiner. Im Gegenteil: Über die Hälfte der Entwicklungsländer fällt wieder zurück.

Die Aufholjagd ist zu Ende

Vor zwei Monaten hat die Weltbank die Entwicklungsländer abgeschafft. In der Datensammlung der Entwicklungsindikatoren wird nicht länger zwischen Industriestaaten und Entwicklungsländern differenziert. Weltbankökonom Umar Serajuddin sagt: «Das Hauptproblem sind die riesigen Unterschiede zwischen Ländern wie Malawi und
Malaysia.

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St. Galler Tagblatt, 18.06.2016

Wegen des tiefen Ölpreises und Produktionsausfällen als Folge von Unruhen muss die Zentralbank Nigerias den festen Wechselkurs zum Dollar aufgeben.

Nigeria gibt Währung Naira frei

Ab Montag unterliegt der Kurs der nigerianischen Währung Naira wieder den Marktkräften. Die nationale Zentralbank hat angekündigt, die Koppelung an den Dollar aufzugeben. Nach Russland, Kasachstan und Angola wertet damit ein weiterer Ölexporteur seine Währung ab.

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Badische Zeitung, 14.06.2016

Immer mehr Länder interessieren sich für die europäische Alternative zu privaten Schiedsgerichten / Streitpunkt bei TTIP

Investitionsgericht hat viele Freunde

Der Streit zwischen Investoren und einem Staat wird oft von eigens aufgestellten Schiedsgerichten entschieden. Doch seit den TTIP-Verhandlungen sind diese umstritten. Daher will die EU nun einen permanenten Gerichtshof. Dieser stößt in vielen Ländern auf Interesse – außer in den USA

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St. Galler Tagblatt, 14.06.2016

Ein Streit zwischen Investoren und einem Staat wird häufig von ad hoc aufgestellten Schiedsgerichten entschieden. Die EU will nun einen permanenten Gerichtshof. Dieser stösst in vielen Ländern auf Interesse – ausser in den USA.

Wenn Firmen und Länder streiten

Wenn Unternehmen im Ausland nach Investitionschancen suchen, sind Entwicklungsländer oft im Nachteil. Ihre staatlichen Institutionen sind weniger gefestigt, das Rechtssystem ist zumindest in den Augen westlicher Manager fragwürdig und die Infrastruktur lückenhaft. Um einen Teil dieser Nachteile auszugleichen, schloss Deutschland im Jahr 1959 mit Pakistan das erste bilaterale Investitionsabkommen ab.

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Badische Zeitung, 10.05.2016

Patricia Espinosa wird neue Chefin des UN-Klimasekretariats in Bonn / Rückenwind durch das Paris-Abkommen

Viel Arbeit für die Mutter des Zwei-Grad-Ziels

Christiana Figueres, die Noch-Chefin des UN-Klimasekretariats, tritt ab, wenn es amschönsten ist. Bei der Klimakonferenz in Paris imvergangenenDezember haben die Länder derWelt zum erstenMal einen Klimavertrag verabschiedet, der sowohl Industrie- als auch Entwicklungsländer zur Begrenzung ihrer Treibhausgasemissionen
verpflichtet. Das Abkommen gilt daher als historisch.

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St. Galler Tagblatt, 23.04.2016

In New York haben gestern die meisten der 195 Vertragsstaaten das Pariser Klimaabkommen unterzeichnet. Ehe es in Kraft treten kann, muss es nun noch ratifiziert werden. Entscheidend ist jedoch, wie verbindlich die vereinbarten Ziele angestrebt werden.

Ein weiterer wichtiger Schritt ist getan

Am gestrigen «Tag der Erde» haben im New Yorker UNO-Gebäude 175 von 195 Ländern den neuen Weltklimavertrag unterzeichnet, der von ihnen im Dezember in Paris verabschiedet wurde. Zu ihnen gehörte auch die Schweiz, vertreten von Bundesrätin Doris Leuthard. Frankreichs Umweltministerin Segolene Royal sagte dazu: «Es ist klar, dass die Entscheider sich die Dringlichkeit der Klimagefahr zu Herzen nehmen. Dies ist ein sehr gutes Zeichen.»

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Badische Zeitung, 04.04.2016

Für leistungsfähige Batterien wird das Metall Lithium gebraucht / Experten halten es für das „neue Öl“

Schmierstoff für die neue Wirtschaft

Der Stuttgarter Autobauer Daimler hat angekündigt, eine zweite Batteriefabrik zu bauen. „Wir investieren groß in die Schlüsselkomponente emissionsfreier Fahrzeuge: leistungsfähige Batterien“, sagte Daimler-Chef Dieter Zetsche. Die neue Fabrik im sächsischen Städtchen Kamenz soll 500Millionen Euro kosten und im Sommer 2017 die ersten Batterien produzieren. Damit steigt die Nachfrage nach einem ungewöhnlichen Metall: Lithium.

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Badische Zeitung, 02.04.2016

Das südamerikanische Land stemmt sich gegen die Pleite – und zieht dabei alle Register

Venezuela macht sein Gold in Bern zu Geld

Venezuela steht kurz vor der Staatspleite. Um die Schulden noch bedienen zu können und die Importe zu finanzieren, muss die Regierung in Caracas ihre Goldreserven zu
Geld machen. Das kann sie nur im Ausland; sie wählt die Schweiz. Die dortige Zollverwaltung führt Buch über die Im- und Exporte von Gold.

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St. Galler Tagblatt, 30.03.2016

Um Schulden zu begleichen und Importe zu finanzieren, muss das kurz vor dem Staatsbankrott stehende Venezuela Goldreserven verflüssigen. Die Schweiz spielt dabei eine wichtige Rolle

Goldverkauf über Schweiz

Die Eidg. Zollverwaltung (EZV) führt Buch über Goldimporte und -exporte. Im Fall Venezuelas zeigen die Zahlen Erstaunliches: In den sechs Monaten von September 2015 bis Februar 2016 hat Venezuela 72 Tonnen Gold in die Schweiz exportiert. Die grösste Lieferung kam im Januar: 35 Tonnen. Dabei ist Venezuela kein grosser
Goldproduzent.

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Frankfurter Rundschau, 11.02.2016

Einige Tierarten haben großen Einfluss auf den CO2-Kreislauf in ihrem Umfeld

Der Seeotter als Klimaschützer

Seeotter haben das dichteste und feinste Fell aller Pelztiere. Das wäre den an der Nordpazifik-Küste lebenden Meerestieren fast zum Verhängnis geworden. Vor 100 Jahren war das possierliche Raubtier fast ausgerottet. 1911 wurde dann der Handel mit Seeotterfellen verboten. Seither haben sich die Bestände wieder auf über 100000 Tiere erholt. Neben den Seeottern selbst profitiert davon die Tourismusindustrie an der US-Westküste – und das Klima, denn Seeotter verzehren in großen Mengen pflanzenfressende Seeigel.

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Blätter für deutsche und internationale Politik,  2/2016

Benjamin von Brackel und Christian Mihatsch

Gefordert: Die grüne Transformation

Noch am Tag, als die Verhandler das Weltklimaabkommen in Paris beschlossen hatten, bezeichneten sie es schon als historischen Wendepunkt. Der Moment der Wahrheit kam allerdings erst zwei Tage später: Am Montag den 14. Dezember 2015 richteten nicht mehr warme Worte der Minister über das Ergebnis von Paris, sondern die kalte, unbestechliche Reaktion der Märkte.

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Badische Zeitung, 21.01.2016

US-Unternehmen gehen wegen des niedrigen Preises insolvent, doch die kreditgebenden Banken lassen weiter Öl fördern

Selbst Pleitefirmen fördern noch Öl

Am Ölmarkt besteht ein Überangebot und der Ölpreis fällt immer weiter. Manche US-Produzenten von Schieferöl können daher ihre Kredite nicht mehr bedienen. Das bedeutet aber nicht, dass sie die Ölförderung einstellen. Im Gegenteil: Wer pleite ist, hat einen Kostenvorteil.

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Badische Zeitung, 23.12.2015

Ein Preiskampf der Produzenten verbilligt das Rohöl / Experten erwarten dauerhaft niedrige Preise / Auch Gold schwächelt

Nur Zucker ist teurer geworden

Nach einer 17-jährigen Achterbahnfahrt sind die Rohstoffpreise wieder dort angekommen, wo sie 1998 standen. Die Höchstkurse aus dem Jahr 2008 und das Zwischenhoch im Jahr 2011 sind Geschichte.

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Badische Zeitung, 21.12.2015

Chef der Welthandelsorganisation WTO spricht von echtem Fortschritt / Kein Kompromiss bei Streit über Doha-Handelsrunde

Verbot von Agrarexport-Subventionen

Nach schwierigen Verhandlungen haben sich die Mitgliedsstaaten der Welthandelsorganisation (WTO) am Wochenende in Nairobi auf den Abbau von Subventionen für Agrarexporte geeinigt. Seit über 60 Jahren ist es verboten, den Export von Industriegütern zu subventionieren. Das soll nun auch für Agrarprodukte gelten.

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Badische Zeitung, 14.12.2015

Warum das Abkommen von Paris nicht nur der kleinste gemeinsame Nenner ist, was die zentralen Punkte sind – und was nicht drinsteht

So soll das Weltklima gerettet werden

Der Klimapakt tritt 2020 in Kraft und verpflichtet alle Länder zum Klimaschutz. Die wichtigsten Punkte und die Chancen, dass sie umgesetzt werden: Auf wie viel Grad soll die Erderwärmung begrenzt werden? Die Klimaerwärmung soll auf „deutlich unter zwei Grad“ im Jahresmittel begrenzt werden – verglichen mit der vorindustriellen
Zeit.

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Basler Zeitung, 12.12.2015

EU geht gestärkt in die Verhandlungsnacht

Die letzten Fragen am Pariser Klimagipfel

Brasilien ist der «Koalition der Ambitionierten » beigetreten. Diese umfasst nun die EU, die USA, die Schweiz und viele Entwicklungsländer und damit die Mehrheit der Länder der Welt. Wenig überraschend war die UNO-Klimakonferenz nicht gestern Abend zu Ende, sondern wurde bis heute verlängert.

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Badische Zeitung, 12.12.2015

Im Kampf gegen die Erderwärmung gibt es Annäherung bei vielen Themen, aber um vier Punkte wird bis ins Wochenende hinein gerungen

Stunden der Wahrheit auf der Pariser Klimakonferenz

Die Chancen auf ein Weltklimaabkommen sind gestiegen. Die Klimakonferenz in Paris wurde zwar bis zu diesem Samstag verlängert. Aber am Freitag sahen sich die Minister mit nur noch vier unbeantworteten Fragen konfrontiert. Ambition: Die Länder haben sich darauf geeinigt, die Klimaerwärmung auf „deutlich unter zwei Grad“

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Badische Zeitung, 11.12.2015

Die Entscheidung naht: Bei den Klimaverhandlungen in Paris bewegt sich fast nichts mehr

Vor dem Endspiel

Wie immer warten die Länder bis zum letzten Moment, um ihre Karten auf den Tisch zu legen. Für den Präsidenten der UN-Klimaverhandlungen ist das ein Problem, schließlich ist er für den Zeitplan verantwortlich.

und

Das Leiden des Berichterstatters unter der eckigen Klammer

Verstehen Sie Klima?

Aus den Redaktionen kommt die Anweisung: „Schreiben Sie so, dass es auch meine Oma versteht.“ Pflichtschuldig versucht man das, bloß um sich von Diplomaten anzuhören, man achte nur auf die Menge und nicht auf die Qualität. Eigentlich geht es um die Rettung

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Badische Zeitung, 10.12.2015

„Koalition für hohe Ambitionen“ will ein ehrgeiziges Klimaabkommen / Vertragsentwurf liegt vor

Große Allianz der Willigen

Die Klimakonferenz in Paris tritt in ihre entscheidende Phase. Gastgeber Frankreich hat am Mittwoch fristgerecht einen Vertragsentwurf präsentiert. Derweil zeichnet sich eine sehr große Allianz von Ländern ab, die ehrgeizige Klimaziele in dem Vertrag festschreiben wollen.

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Badische Zeitung, 08.12.2015

Der deutsche Pavillon im Pariser Kongresszentrum ist zentraler Treffpunkt der Klimakonferenz

Das neue deutsche Machtmittel ist der Kaffee

Manche Länder sind groß und mächtig, andere haben Einfluss wegen ihrer Unberechenbarkeit. Doch nur ein Land setzt gezielt auf Gastfreundschaft. Eigentlich ist Deutschland an den Verhandlungen über einen Weltklimavertrag gar nicht beteiligt. Bei der UN-Klimakonferenz in Paris verhandelt die EU für alle ihre Mitgliedsländer. Trotzdem haben die deutschen Vertreter in Paris wichtige Rollen übernommen – für die EU und die Welt.

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Badische Zeitung, 07.12.2015

Der neue Entwurf des Weltklimavertrags ist kürzer als geplant / Eine mächtige Gruppe von Ländern lehnt das 1,5-Grad-Ziel ab

Die Verhandlungen liegen im Plan

In der ersten Woche der UN-Klimaverhandlungen in Paris haben Diplomaten den Entwurf des neuen Weltklimavertrags gestrafft und die wesentlichen Streitfragen
herausgearbeitet. Damit liegen die Verhandlungen im Plan der französischen Konferenzpräsidentschaft. Deren Klimabotschafterin Laurent Tubiana sagte zum neuen Entwurf: „Wir hätten besser sein können, aber auch sehr viel schlechter.“

und

BZ Interview mit dem Leiter der Schweizer Delegation: Franz Perrez sieht noch etliche Stolpersteine für ein Klimaabkommen

„Dem Frieden darf man nie trauen“

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Ostschweiz am Sonntag, 06.12.2015

Morgen beginnt in Paris die zweite Woche der UNO-Klimakonferenz, die zu einer neuen globalen Klimakonvention führen soll.  In der zweiten Konferenzwoche bleibt viel Arbeit für die Umweltminister. Es geht um Finanzierung und Kontrolle der Klimaziele.

Verhandlungen werden schneller und härter

«Die Atmosphäre bei den Verhandlungen wird immer brutaler», sagte Kelly Dent von der Entwicklungsorganisation Oxfam über die UNO-Klimakonferenz in Paris. «Aber
das ist gut so. Man sieht jetzt die politischen Bruchlinien.» Der härtere Ton hat denn auch bereits greifbare Fortschritte geliefert: Am Freitag wurden zwei neue Versionen des Verhandlungstextes veröffentlicht,

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St. Galler Tagblatt, 03.12.2015

Klimaverhandlungen sind schon unter Zeitdruck

«Sie glauben, dass es nicht vorwärts geht?», fragt Christiana Figueres, Chefin des UNO-Klimasekretariats an einer Pressekonferenz. Und gibt gleich selbst die Antwort: «Im Moment passiert hier so viel, dass Sie gar nicht nachkommen, das alles aufzuschreiben.»

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St. Galler Tagblatt, 01.12.2015

Grosse Worte und Hoffnungen zum Start der Klimakonferenz

Der erste Tag der Pariser Klimakonferenz gehörte den Staats- und Regierungschefs. «Wir müssen uns entscheiden, wie wir auf diesem Planeten zusammenleben wollen», sagte Laurent Fabius, der Aussenminister Frankreichs und Präsident der UNO-Klimakonferenz.

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Blätter für deutsche und internationale Politik, Dezember 2015

Paris 2015: Die Schicksalskonferenz

Von Benjamin von Brackel und Christian Mihatsch

Muss die Rettung der Welt erneut verschoben werden, weil sich kurzfristig akutere Probleme dazwischenschieben? Kurz vor dem UN-Gipfel in Paris, auf dem etwa 200 Staaten ab dem 29. November einen Weltklimavertrag schmieden sollen, drängt sich dieser Verdacht regelrecht auf.

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Badische Zeitung, 27.11.2015

In Paris wollen sie die Welt retten

Von Von Jörg Buteweg und Christian Mihatsch

Vor sechs Jahren versuchten die Klimadiplomaten schon einmal, die Welt zu retten. In Kopenhagen sind sie krachend gescheitert. Was spricht dafür und was spricht dagegen, dass Paris ein Erfolg wird?

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Badische Zeitung, 26.11.2015

Aufforsten, Auffangen und Speichern: So kann man Kohlendioxid aus der Atmosphäre holen

Das Klimagas einfangen

Vor Beginn der industriellen Revolution lag die Kohlendioxid Konzentration in der Atmosphäre bei 280 ppm (parts per million – Teile pro eine Million). Heute kommen 400 Kohlendioxid-Moleküle auf eine Million Luftteilchen – und es werden immer mehr. Daher müssen der Atmosphäre Kohlendioxid-Moleküle mittels „negativer
Emissionen“ entzogen werden.

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Badische Zeitung, 16.11.2015

Der Börsenwert von Ölkonzernen beruht auf Klimakillern

Eine Blase droht zu platzen

Der Verdacht, dass die großen Energiekonzerne möglicherweise überbewertet sind, ist auf der Ebene der G-20-Länder angekommen. In dieser Gruppe sind die wirtschaftsstärksten und einflussreichsten Länder vereint. Ihre Vertreter treffen sich derzeit in der Türkei.

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Badische Zeitung, 14.11.2015

Die G-20-Länder wollen, dass international handelnde Konzerne ihre Steuern dort bezahlen, wo auch ihre Gewinne anfallen

Multis bereichern sich auf Kosten der Staaten

Die Führer der G-20-Länder werden sich bei ihrem Gipfeltreffen im türkischen Badeort Antalya einmal mehr mit Steuern beschäftigen. Vergangenes Jahr haben sie den automatischen Austausch von Steuerdaten von Einzelpersonen vereinbart, um die Steuerhinterziehung zu bekämpfen. Dieses Jahr kommen die multinationalen Konzerne dran:

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Badische Zeitung, 09.11.2015

Kurz vor Beginn des Klimagipfels in Paris zeigt sich an anderer Stelle, wie schwierig es ist, zu internationalen Lösungen zu kommen

Der Schutz der Ozonschicht geht zu Lasten des Klimas

Der Schutz der Ozonschicht geht zunehmend zu Lasten des Klimas. Daher soll das sogenannte Montreal-Protokoll zum Schutz der Ozonschicht geändert werden. Bei einer Konferenz in Dubai haben sich die Länder vorgenommen, dies nächstes Jahr zu tun. Was das bedeutet, bleibt aber unklar.

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Badische Zeitung, 26.10.2015

Ende des Jahres soll in Paris ein weitreichender, globaler Klimapakt geschlossen werden – doch die Vorarbeiten sind wenig ermutigend

„Es sieht nicht gut aus“

Gut einen Monat vor dem Beginn des Weltklimagipfels in Paris haben sich zahlreiche Länder wieder auf ihre altbekannten Maximalpositionen zurückgezogen. Viele Beobachter hoffen, dass die zuständigen Minister bei einem Treffen in der ersten Novemberhälfte Bewegung in die Verhandlungen bringen können.

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St. Galler Tagblatt, 24.10.2015

Nach fünf Tagen kontroverser Debatten haben sich die in Bonn versammelten Unterhändler aus 195 Staaten gestern auf einen Rahmenentwurf für einen neuen UNO-Klimapakt geeinigt.

Einigung auf Klimapakt

«Es ist beschlossen», sagte der Vizevorsitzende der Runde, Daniel Reifsnyder, gestern Abend. Nach fünf Verhandlungstagen haben sich die in Bonn versammelten
Unterhändler aus 195 Staaten auf einen Rahmenentwurf für einen neuen UNO-Klimapakt geeinigt.

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Badische Zeitung, 19.10.2015

Von 194 Ländern gibt es mittlerweile Pläne, wie sie den klimaschädlichen Kohlendioxid-Ausstoß verringern wollen / Sind die Lasten dabei fair verteilt?

Zumindest eine Selbstverpflichtung haben sich viele abgerungen

Der Kampf gegen den Klimawandel kann nur gewonnen werden, wenn alle Länder dazu beitragen. Doch wer leistet einen fairen Beitrag und wer ist Trittbrettfahrer? Bislang ist diese Frage nicht abschließend geklärt.

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Badische Zeitung, 12.09.2015

Es kostet nicht die Welt, die Welt nachhaltig zu entwickeln

Ein gutes Leben für alle ist bezahlbar

Mit einem ehrgeizigen Aktionsplan will die Staatengemeinschaft bis 2030 die absolute Armut beseitigen, die Gleichstellung von Frauen vorantreiben und dem Klimawandel entgegensteuern. Das ist der Kern der nachhaltigen Entwicklungsziele – der Sustainable Development Goals (SDGs). Sie sind die Nachfolger der Millenniumsziele.

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Badische Zeitung, 06.10.2015

Die USA und elf weitere Staaten einigen sich auf einen Handelspakt / Die beteiligten Länder stehen für zwei Fünftel der Weltwirtschaft

Freihandel rund um den Pazifik

Nach jahrelangen Verhandlungen haben sich am Montag die USA und elf andere Pazifik Anrainerstaaten auf ein Freihandelsabkommen geeinigt. Dadurch werden unter
anderem Zölle auf 18000 Produkte abgeschafft. Die Einigung ist ein außenpolitischer Erfolg für US-Präsident Barack Obama und Zeichen einer geostrategischen Neuorientierung der weltgrößten Wirtschaftsmacht.

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Badische Zeitung, 05.12.2015

Verhandlungen über neue Freihandelszone zwischen den USA und elf Pazifikanrainern in Endphase / US-Präsident Obama steht vor nächstem außenpolitischen Erfolg

Der pazifische Freihandelsring ist fast fertig geschmiedet

Während in Deutschland weiter über das geplante transatlantische Freihandelsabkommen TTIP zwischen der EU und den USA gestritten wird, standen am Sonntagabend die Verhandlungen über eine Freihandelszone rund um den Pazifik kurz vor dem Abschluss.

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Basler Zeitung, 16.11.2015

Grosse Energiekonzerne sind möglicherweise überbewertet – CO2-Blase könnte drastische Folgen haben

Der Klimaschutz könnte ein Börsenbeben auslösen

Rund ein Fünftel der Marktkapitalisierung der Börsen von London, Newcastle (Australien), Moskau, Toronto und São Paulo beruht auf Energiekonzernen, wie die Umweltorganisation Carbon Tracker ausgerechnet hat. Die Bewertung dieser Konzerne basiert zu einem grossen Teil auf ihren Reserven an Kohle, Öl und Gas.

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St. Galler Tagblatt, 03.10.2015

Knackpunkte für Freihandel rund um den Pazifik

Die Hauptstadt des US Staats Georgia, Atlanta, ist nicht nur die Heimat von Coca-Cola, sondern auch Gastgeber der vielleicht letzten Runde der Verhandlungen über die Transpazifische Partnerschaft (TPP). Bei beiden spielt Zucker eine nicht unwesentliche Rolle.

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Badische Zeitung, 05.09.2015

Obwohl die Zeit drängt und die Weltklimakonferenz in Paris naht, machen die Unterhändler nur in einigen Einzelfragen Fortschritte

Klimaverhandlungen im Schneckentempo

Die eigentlichen Verhandlungen über den neuen Weltklimavertrag haben noch immer nicht begonnen, dabei soll im Dezember in Paris ein Abkommen stehen. Den derzeit vorliegenden Textentwurf halten Experten nicht einmal für geeignet, um darüber zu verhandeln. Bei den Vorbereitungsgesprächen

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St. Galler Tagblatt, 29.08.2015

Während der Handel mit allerlei Produkten detailliert reguliert ist, konnten Panzer, Kampfflugzeuge oder Sturmgewehre bislang völlig frei gehandelt werden. Das soll sich nun ändern.

Waffenhandel zögerlich reguliert

Für die meisten Güter gibt es differenzierte Regeln, wie diese gehandelt werden können und dürfen. Doch bislang gab es eine Ausnahme: Waffen. Diese Lücke wurde nun geschlossen. Im Dezember vergangenen Jahres ist der internationale Vertrag über den Waffenhandel (kurz ATT, von englisch Arms Trade Treaty) in Kraft getreten,

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Basler Zeitung, 17.08.2016

Unter den tiefen Preisen leiden beispielsweise Russland, Saudi-Arabien und Venezuela

Ölexportländer spüren den Schmerz

Die niedrigen Ölpreise sind ein Segen für Ölimportländer. Doch die Exporteure des schwarzen Goldes sehen sich mit riesigen Haushaltsdefiziten und einer schrumpfenden Wirtschaft konfrontiert. Kaum hatte sich der Ölpreis etwas stabilisiert, lässt Peking den Yuan fallen und der Ölpreis fällt mit.

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St. Galler Tagblatt, 15.08.2015

Ölexportierende Länder leiden unter Preiszerfall

Kaum hatte sich der Rohölpreis etwas stabilisiert, wertete China den Yuan ab, und der Ölpreis fiel mit. Die US-Energiebehörde erwartet auch keine schnelle Erholung. Sie hat den Preisausblick für dieses und nächstes Jahr um rund 10% nach unten revidiert und erwartet nun einen Ölpreis zwischen 50 $ und 60 $ bis Ende 2016.

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St. Galler Tagblatt, 05.08.2015

Rohstoffe sind so günstig wie zuletzt im Jahr 2002. Hinter dem anhaltenden Preisverfall steht eine sinkende Nachfrage. Das wiederum ist vor allem eine Folge rückläufigen Bedarfs in China

Rohstoffpreise im Sinkflug

Seit 2002, dem Jahr, als die Eurobanknoten eingeführt wurden, ist die Weltwirtschaft um 125% gewachsen. Die Rohstoffpreise aber sind auf ihren damaligen Stand zurückgefallen. Das zeigt der Rohstoffindex BCOM der Nachrichtenagentur Bloomberg, der 22 Rohstoffe von Aluminium bis Zink abdeckt (siehe Grafik).

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St. Galler Tagblatt, 04.08.2015

Die Verhandlungen zur Schaffung einer Freihandelszone rund um den Pazifik geht in eine weitere Runde. Dies ist ein Rückschlag für die US-Regierung.

Verhandlungen in der Schwebe

Es ist ein Rennen gegen den Beginn des US-Wahlkampfs im kommenden Jahr. Die US-Regierung und 11 weitere Staaten wollen vorher noch eine Freihandelszone rund um den Pazifik schaffen, die Transpazifische Partnerschaft oder kurz TPP. Doch dieses Unterfangen hat einen Rückschlag erlitten. Bei Verhandlungen auf Hawaii konnten die Handelsminister der 12 Länder keine Einigung erzielen.

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Badische Zeitung, 01.08.2015

Die sinkende Nachfrage aus China sorgt nach einer Boomphase für einen drastischen Preisverfall bei Rohstoffen

Der Superzyklus ist vorbei

In den vergangenen Jahren war China mit seinem rasanten Wirtschaftswachstum für einen Großteil des Nachfragewachstums bei vielen Rohstoffen verantwortlich. Doch nun geht dort der Bedarf zurück. Deswegen verfallen die Rohstoffpreise. Rohstoffe sind so billig wie zuletzt im Jahr 2002, dem Jahr, als die Euroscheine eingeführt
wurden.

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St. Galler Tagblatt, 30.07.2015

Zwölf Länder wollen den Handel rund um den Pazifik liberalisieren. Ob eine Einigung über die Transpazifische Partnerschaft TPP gelingt, ist angesichts vieler offener Fragen nicht abschätzbar

Von Peru bis Neuseeland

Letzte Woche haben 54 Länder vereinbart, die Zölle auf 201 Produkte der Informationstechnologie auf null zu senken. Davon werden aber alle Länder der Welt profitieren, nicht nur die Mitglieder des Information Technology Agreements (ITA). Diese Woche hoffen 12 Länder rund um den Pazifik, eine exklusive Freihandelszone zu schaffen, die nur den Mitgliedern nutzt: die Transpazifische Partnerschaft, kurz TPP.

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St. Galler Tagblatt, 25.07.2015

Die Welthandelsorganisation WTO verbucht einen weiteren Erfolg: Viele Informationstechnologie-Produkte sollen künftig zollfrei gehandelt werden

Zölle für IT-Produkte fallen

20 Jahre sind eine lange Zeit in der Computerindustrie. Damals gab es noch Floppy Discs und das Internet steckte in den Kinderschuhen. Zu dieser Zeit einigten sich die grössten WTO-Länder, Produkte der Informationstechnologie zollfrei zu handeln. Das sektorspezifische Abkommen nennt sich Information Technology Agreement kurz ITA. Doch die ITA Produktliste wirkt heute stellenweise wie der Katalog eines Technikmuseums.

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Badische Zeitung, 25.07.2015

Viele Produkte der Informationstechnologie sollen zollfrei gehandelt werden / Sieben Prozent des Welthandels betroffen

Druckerkartuschen können billiger werden

Camcorder, Navigationsgeräte oder Druckerkartuschen könnten in den kommenden Jahren günstiger für die Verbraucher werden. Mitglieder der Welthandelsorganisation (WTO) einigten sich auf den Wegfall der Zölle für rund 200 Produkte der Informationstechnologie weltweit, wie die Organisation am Freitag in Genf mitteilte. Nach dem Abkommen über Bürokratieabbau im Welthandel vom vergangenen Jahr kann die Welthandelsorganisation WTO damit einen weiteren Erfolg melden.

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Badische Zeitung, 17.07.2015

UN-Mitglieder wollen dafür sorgen, dass die Entwicklungsländer funktionierende Steuersysteme aufbauen

Mehr Einnahmen für arme Länder

1000 Milliarden Dollar oder 900 Milliarden Euro – so viel verlieren die Entwicklungsländer jedes Jahr durch Korruption und Steuerhinterziehung. Auf einer UN-Konferenz in der äthiopischen  Hauptstadt Addis Abeba haben die Länder der Welt beschlossen, dies zu ändern. Auf der Konferenz über Entwicklungsfinanzierung ging es allerdings kaum um herkömmliche Entwicklungshilfegelder.

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St. Galler Tagblatt, 17.07.2015

An der Konferenz über Entwicklungsfinanzierung ist die Gründung einer UNO-Steueragentur gescheitert. Sie sollte zugunsten der Entwicklungsländer eingreifen, denen Milliarden an Steuergeldern entgehen.

Ohne Steuern keine Entwicklung

An der UNO-Konferenz über Entwicklungsfinanzierung in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba ging es kaum oder nur indirekt um Entwicklungshilfegelder. In der Abschlusserklärung steht wohl, dass die reichen Länder ihre Ausgaben für Entwicklungshilfe auf 0,7 Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP) steigern sollen.

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Badische Zeitung, 16.07.2015

Deutsche Firmen setzen große Erwartungen in die Öffnung des Iran / Mehr Rohöl kommt erst 2016 auf den Markt

Neuer Hoffnungswert für Exporteure

Nach der Einigung im Atomstreit mit dem Iran und einer Aufhebung der Wirtschaftssanktionen wittert die deutsche Wirtschaft gute Geschäfte. Besonders bei der Modernisierung der Industrie rechnen sich deutsche Maschinen- und Anlagenbauer große Marktchancen aus. Der Iran wiederum hofft, schnell wieder
eine bedeutende Rolle auf dem Markt für Öl spielen zu können.

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Badische Zeitung, 14.07.2015

Thailands Regierung rechnet mit weniger Wirtschaftsleistung / Politisch ist die Lage noch stabil

Dürre bremst Wachstum

Das Wetterphänomen El Niño sorgt für eine Dürre in Thailand. Dadurch wird die Reis- und Zuckerrohrernte beeinträchtigt. Zudem droht Bangkok, das Wasser auszugehen, wenn Meerwasser den Fluss hochdrückt. Die thailändische Hauptstadt Bangkok hat nur noch Wasser für einen Monat, sagt der Chef des städtischen Wasserwerks, Thanasak Watanathana.

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St. Galler Tagblatt, 03.07.2015

120000 Schiffe passieren die Malakkastrasse jedes Jahr, darunter viele Tanker. Doch am südlichen Ausgang der Meerenge lauert eine jahrhundertealte Gefahr: Piraten. Derzeit wird jede zweite Woche ein Tankschiff entführt.

Gefährliche Gewässer

«Wir wissen nicht, wo das Schiff ist», teilte Noel Choong vom International Maritime Bureau (IMB) in Kuala Lumpur mit. Das IMB bekämpft weltweit die Piraterie im Auftrag der UNO. Bei dem vermissten Schiff handelte es sich um die «Orkim Harmony», ein Tanker mit 6000 Tonnen Benzin an Bord und 22 Mann Besatzung. Zuletzt meldete sich das Schiff im Südchinesischen Meer, östlich von Malaysia.

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St. Galler Tagblatt, 23.06.2015

Ab 2019 will Russland kein Gas mehr durch die Ukraine nach Europa pumpen. Damit könnten Engpässe drohen. An zwei neuen Gazprom-Pipelines hat die EU aber kein Interesse.

Unerwünschte Pipelines

Die Kapazität von North Stream, der Gaspipeline von Russland direkt nach Deutschland, soll verdoppelt werden. Dazu haben der russische Gaskonzern Gazprom und die drei europäischen Energiekonzerne Eon, Shell und OMV in St.Petersburg eine Absichtserklärung unterzeichnet. Gleichzeitig hat Gazprom seine Pläne für die Turkish Stream Pipeline vorangetrieben.

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St. Galler Tagblatt, 20.06.2015

US-Repräsentantenhaus genehmigt Fast Track

Das US-Repräsentantenhaus hat die Trade Promotion Authority (TPA), genannt Fast Track, angenommen. Dieses Gesetz räumt US-Präsident Barack Obama weitreichende Vollmachten ein im Aushandeln von Handelsverträgen.

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St. Galler Tagblatt, 17.06.2015

Afrikas Freihandelszonen suchen Schulterschluss

Während Freihandel über den Atlantik und rund um den Pazifik stark umstritten ist, erfreut sich Freihandel in Afrika grosser Beliebtheit. Nun wollen sich drei regionale Freihandelszonen zusammenschliessen – ein erster Schritt zu einer kontinentweiten Freihandelszone.

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Badische Zeitung, 15.06.2015

Rückschlag für Obama

Kein schneller Abschluss

Die Bemühungen von US-Präsident Barack Obama, Handesverträge mit anderen Ländern zu schließen, haben einen Rückschlag erlitten. Am Freitag hat das US-Repräsentantenhaus die sogenannte Trade Promotion Authority (TPA) mit 219 zu 211 Stimmen angenommen. Dieses Gesetz beschneidet die Möglichkeit des US-Parlaments, Handelsverträge abzuändern.

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Badische Zeitung, 10.06.2015

Europa nutzt die Macht als Großverbraucher, um gegen den illegalen Fang vorzugehen

EU macht Druck auf Fischer

Es kommt nicht oft vor, dass Thailands Militärdiktator und Premierminister Prayut Chan-o-cha um Gnade bittet. Doch hier geht es um 3,4 Milliarden Dollar in Exporten:
Fisch. Die EU hat Thailand im April die Gelbe Karte gezeigt, weil es zu wenig gegen illegalen, ungemeldeten und unregulierten Fischfang tut.

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Badische Zeitung, 02.06.2015

Überraschung bei den Klimaverhandlungen in Bonn – Sechs Ölmultis sind für höhere Steuern

Klimasünder wollen zahlen

Es kommt selten vor, dass Unternehmen darum bitten, stärker zur Kasse gebeten zu werden. Doch dies haben nun sechs Energiekonzerne getan. Sie bieten der UNO an, bei der Einführung eines Preises für den Ausstoß klimaschädigenden Kohlendioxids (CO2) mitzuhelfen. Warum tun sie das?

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St. Galler Tagblatt, 26.05.2015

Der Preis für Kohle fällt immer weiter, und trotzdem zieht die Nachfrage nach dem Energieträger nicht an. Besonders für die amerikanischen Produzenten wird es nun eng.

Boom der Kohle ist vorbei

Wenn der Preis fällt, steigt die Nachfrage. Doch für den Kohlemarkt scheint diese Regel nicht mehr zu gelten. Ausser in Indien fällt die Nachfrage nach Kohle in den meisten Ländern, obwohl der Kohlepreis in den letzten vier Jahren um 60% gefallen ist.

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St. Galler Tagblatt, 26.05.2015

TPP-Abkommen verzögert sich

Aus dem geplanten Abschluss der Verhandlungen der zwölf Mitgliedländer der Transpazifischen Partnerschaft (TPP) per Ende Woche wird
nichts. Schuld ist der US-Kongress, der die Trade Promotion Authority (TPA) noch nicht verabschiedet hat.

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St. Galler Tagblatt, 19.05.2015

Freihandelszone rund um den Pazifik rückt näher

Die seit 2010 laufenden Verhandlungen der zwölf Mitgliedländer der Transpazifischen Partnerschaft (TPP) gehen in die letzte Runde. Zur Vorbereitung will der US-Kongress noch diese Woche die Trade Promotion Authority (TPA) erneuern.

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Badische Zeitung, 20.04.2015

BZ – INTERVIEW mit dem Ökonomen Sebastian Dullien zu TTIP

„Man braucht einen Neustart“

BZ: Herr Dullien, Sie fordern einen Neustart bei den TTIP-Verhandlungen. Warum ist das nötig?
Dullien: Die EU-Kommission ist damit gescheitert, TTIP der Bevölkerung zu verkaufen. In Deutschland und Europa wächst der Widerstand gegen TTIP. Insbesondere die Idee, den Investorenschutz und die Schiedsgerichte über TTIP einzuführen, ist schwierig. Das hat die Öffentlichkeit gemerkt.

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Badische Zeitung, 09.04.2015

Kleider aus Kunstfasern setzen bei jedem Waschen 1900 Fäserchen frei, die in den Meeren landen

Wenn Meerjungfrauen weinen

Die Plastikverschmutzung der Meere ist ein bekanntes und oft beklagtes Problem. Neu ist, dass nicht allein die Plastiktüten schuld an dieser
Verschmutzung sind. Ein Großteil der kleinen Plastikpartikel im Meer stammt von Textilien. Ein EU-Projekt soll diese Verschmutzung nun um 70 Prozent reduzieren.

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Badische Zeitung, 24.03.2015

Im Poker um die Energieversorgung Europas mit Erdgas in den kommenden Jahrzehnten ist das Land in einer sehr komfortablen Lage – zum Leidwesen Russlands

Die Türkei wird zur Energiedrehscheibe

Die Energieversorgung ist keine rein wirtschaftliche Angelegenheit. Der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine zeigt, dass Energierohstoffe auch als Druckmittel eingesetzt werden. In der vergangenen Woche sind einige Entscheidungen gefallen, die Europa unabhängiger machen könnten von russischem Erdgas.

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St. Galler Tagblatt, 14.02.215

Ende dieses Jahres soll ein neuer Weltklimavertrag verabschiedet werden, der – zumindest perspektivisch – die Klimaerwärmung auf zwei Grad begrenzt. Dafür wurde in Genf nun ein erster wichtiger Schritt getan.

Wunschliste für das Weltklima

2014 war das wärmste Jahr seit Beginn der Temperaturaufzeichnung vor rund 130 Jahren, und die zehn wärmsten Jahre fielen in die Zeit von 1998 bis heute. Damit es nicht noch wärmer wird, soll im Dezember in Paris ein neuer Weltklimavertrag verabschiedet werden. Darin sollen sich alle Länder und nicht nur die Industriestaaten zur Reduktion ihrer Emissionen verpflichten.

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Badische Zeitung, 14.02.2015

Ende 2015 soll in Paris ein Pakt gegen die Erderwärmung geschlossen werden / Die Vorarbeit wird jetzt geleistet

Klimaverhandlungen starten gut ins entscheidende Jahr

Ende des Jahres soll ein neuer Weltklimavertrag verabschiedet werden, der die Klimaerwärmung auf zwei Grad begrenzen soll. Dafür wurde
nun ein erster, wichtiger Schritt getan.

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St. Galler Tagblatt, 03.02.2015

Über Jahrzehnte waren Russland und Europa voneinander abhängig: Europa brauchte Gas und Russland die Einnahmen. Doch nun sinkt der Gaspreis weltweit und Europa kann immer mehr Flüssiggas importieren.

Unabhängiger von russischem Gas

Das vergangene Jahr war nicht gut für Russland. Der Ölpreis fiel um rund 60 Prozent wie auch der Rubel. 150 Mrd. Dollar sind aus Russland abgeflossen, ein neuer Rekord bei der Kapitalflucht. Russische Staatsanleihen liegen aus Sicht der Ratingagenturen nur noch knapp über Ramschniveau.

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St. Galler Tagblatt, 23.12.2014

Nicht nur der Erdölmarkt, sondern auch der Markt für Eisenerz zeigt einen spektakulären Preiszerfall. Im Zentrum stehen die zwei grössten Minenkonzerne

Der Preis für Eisenerz zerfällt

Die chinesische Wirtschaft wächst langsamer, und in den meisten Städten sinken die Immobilienpreise. Gleichzeitig steigt der Dollar gegenüber den meisten Währungen. Das hat nicht nur Folgen für den Ölmarkt, sondern auch für den Preis von Eisenerz. LetzteWoche fiel der Preis für eine Tonne Erz auf ein Fünf-Jahrestief von 68 $

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Badische Zeitung, 15.12.2014

Klimakonferenz in Lima

Kommentar: Kleiner Schritt nach vorn

Mit dem Abkommen von Lima tasten sich die Länder vorsichtig an eine neue Klimapolitik heran. In Zukunft müssen nicht nur die Industriestaaten, sondern alle Länder ihre Emissionen des klimaschädigenden CO2 begrenzen. Zwar bedeuten die Beschlüsse des Gipfels keinenDurchbruch, aber sie bieten eine solide Grundlage dafür. Jedes Land muss nun prüfen, was es zum Klimaschutz beitragen kann. Klimaschutzwird so zur gemeinsamen Aufgabe derMenschheit.

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Badische Zeitung, 15.12.2014

Beim Klimagipfel formierten sich erneut Blöcke, aber die Trennlinie läuft nicht mehr zwischen Industrie- und Entwicklungsländern

Die Welt bleibt zweigeteilt

Die UN-Klimakonferenz in Lima ist vorbei, nun beginnt die Arbeit für die einzelnen Staaten. Bis Ende Märzmüssen sie einen Plan vorlegen, was sie konkret vom Jahr 2020 an für den Schutz des Klimas zu tun gedenken. Um die Klimaschutzpläne der einzelnen Staaten vergleichbar zumachen, schreibt das Abkommen von Lima detailliert vor, wie diese Konzepte auszusehen haben.

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St. Galler Tagblatt, 15.12.2014

Klimakonferenz in Lima

Kommentar: Ein erster Schritt in die neue Klimawelt

Mit dem Abkommen von Lima tasten sich die Länder vorsichtig in eine neue Welt der internationalen Klimapolitik vor. In Zukunft müssen nicht nur die Industriestaaten, sondern alle Länder ihre Emissionen begrenzen. Die Beschlüsse von Lima sind noch kein Durchbruch zu diesem neuen Paradigma, aber sie bieten eine solide Grundlage.

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St. Galler Tagblatt, 15.12.2014

Das wichtigste Ergebnis der Klimakonferenz in Peru: Bis Ende März müssen alle Länder dem UNO-Klimasekretariat mitteilen, was sie ab dem Jahr 2020 für den Schutz des Klimas tun wollen.

Für einmal geht’s nicht ums Geld

Um die Ziele der verschiedenen Länder vergleichbar zu machen, schreibt das Abkommen von Lima relativ detailliert vor, wie diese Eingaben der Länder auszusehen haben. «Damit besteht eine gute Basis für die Klimakonferenz in Paris im nächsten Jahr», sagt Jennifer Morgan von der Umweltorganisation World Resources Institute. Weniger

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St. Galler Tagblatt, 13.12.2014

Klimakonferenz in Lima

Vor Minimalkompromiss an der Klimakonferenz

Dass die Klimakonferenz in Lima planmässig am Freitag enden würde, war nicht absehbar. Unklar blieb gestern auch, mit welchen Ergebnissen. Am zweitletzten Tag hatte sich die Gruppe der Entwicklungsländer «G-77 und China» zu internen Beratungen zurückgezogen, da die Verhandlungen vorher nicht mehr vorankamen. Dabei haben die Entwicklungsländer einen Vorschlag erarbeitet, der von den Industriestaaten sofort abgelehnt wurde.

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St. Galler Tagblatt, 12.12.2014

Die UNO-Klimakonferenz in Lima sollte heute zu Ende gehen. Bis gestern war aber noch unklar, wie die Staatengemeinschaft zu einem Abschlussdokument gelangt. Die Verhandlungsgrundlage ist im Lauf der zwei Wochen immer umfangreicher geworden.

Textlawine begräbt Klimaverhandlungen

Der Verhandlungstext geht auf wie ein Hefekuchen. Zu Beginn der UNO-Klimakonferenz in der peruanischen Hauptstadt Lima hatte der Text gerade mal 12 Seiten. Bis am Montag der zweiten und politisch entscheidenden Woche war er auf 18 Seiten angewachsen. Immer mehr Länder wollten Sonderwünsche eingeflochten haben. Seit Montag sind auch die Umweltminister aus aller Welt in Lima eingetroffen, unter ihnen auch Bundesrätin Doris Leuthard. Nun sind es schon 52 Seiten Text.

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St. Galler Tagblatt, 08.12.2014

Eigentlich sollen in Zukunft alle Länder zum Schutz des Klimas verpflichtet sein, nicht nur die Industriestaaten. Doch welche Pflichten die Entwicklungsländer übernehmen, ist noch immer umstritten.

Schwierige Konsenssuche

An den Klimaverhandlungen in Lima ist der Status «Entwicklungsland» begehrt. Viele Länder wehren sich gegen die Idee, dass sie irgendwann den Status eines entwickelten Landes erreichen. Denn: Die Entwicklungsländer müssen heute weder Klimaschutz betreiben, noch ärmere Länder finanziell unterstützen.

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Badische Zeitung, 06.12.2014

Klimakonferenz beginnt kleine Fortschritte – aber reicht das?

Manchem ist das Klima in Lima zu gut

Die erste Woche der Klimakonferenz in der peruanischen Hauptstadt Lima war durch unaufgeregtes Verhandeln geprägt. Die schwierigsten Themen werden aber erst in der zweiten Woche behandelt. Auch deshalb hat eine Klimakonferenz selten mit derart vielen guten Nachrichten gestartet wie die laufende.

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Badische Zeitung, 05.12.2014

Mit verschiedenen Theorien lässt sich demonstrieren, wie die Erderwärmung am besten eingedämmt werden kann

Wer kooperiert kann das Klima besser retten

Der Schutz des Klimas gilt als komplexeste Aufgabe der Menschheitsgeschichte. Seit 20 Jahren ist es derUN-Klimakonvention nicht gelungen, ein wirksames Abkommen abzuschließen. Die Spieltheorie zeigt aber, dass dies nicht unmöglich ist.

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Badische Zeitung, 01.12.2014

In Lima fallen Vorentscheidungen für den neuen Weltklimavertrag, der 2015 in Frankreichs Hauptstadt verabschiedet werden so

Die Weichen für Paris stellen

Selten wurde eine Klimakonferenz so gut vorbereitet. Die EU hat ihr Emissionsziel für das Jahr 2030 verabschiedet. Die USA und China haben sich bilateral darauf geeinigt, ihre Emissionen zu senken. Der Grüne Klimafonds ist mit knapp zehnMilliarden Dollar gefüllt. Es gibt einen Arbeitsplan und ein klares Ziel: Nächstes Jahr soll in Paris ein neuer Weltklimavertrag verabschiedet werden,

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Badische Zeitung, 24.11.2014

Der Kursrutsch an den Rohstoffbörsen stürzt zahlreiche Staaten und einige Energiefirmen in Geldnot / Eine neue Finanzkrise droht laut Experten deshalb aber nicht

Gefährlich billiges Öl

Der Ölpreis ist im vergangenen halben Jahr um fast ein Drittel gefallen. Der Schmierstoff derWeltwirtschaft bleibt laut vielen Experten noch länger billig. Das sorgt für Löcher in den Staatsbudgets von Förderländern wie Russland. Und es erschwert den Frackingfirmen in den USA dieGeschäfte. Manche sorgen sich schon um die Stabilität des Finanzsystems und fühlen sich an frühere Krisen erinnert. Doch zur Panik besteht kein Anlass.

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St. Galler Tagblatt, 21.11.2014

Der Ölpreis ist in den vergangenen fünf Monaten um 30 Prozent gefallen und bleibt wohl auf Jahre hinaus tief. Zwei Verschwörungstheorien machen die Runde, um den spektakulären Preisverfall zu erklären.

Saudi-Arabien unter Verdacht

«Alle Gespräche begannen und endeten mit dem Ölpreis», sagt David Kostin von der US-Bank Goldman Sachs über einen Besuch in Texas. «Benommen von der Grausamkeit des Preisverfalls, hatten sich unsere Gesprächspartner damit abgefunden, dass der Ölpreis für mehrere Jahre tief bleiben wird.» Diese Einschätzung deckt sich mit einem Bericht der Internationalen Energieagentur (IEA).

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St. Galler Tagblatt, 13.11.2014

Die USA und China haben sich in vertraulichen Verhandlungen auf Klimaziele verpflichtet. Damit sind die Chancen für ein neues Klimaabkommen gestiegen, das 2015 angestrebt wird.

Zum Aufatmen noch zu früh

Bislang haben die USA und China den Klimaschutz gelähmt, weil sie nicht bereit waren, vor dem jeweils anderen ihre Emissionen zu reduzieren. Doch nach monatelangen Geheimverhandlungen ist nun ein Durchbruch gelungen. Die beiden Länder haben sich darauf geeinigt, parallel Klimaschutzmassnahmen zu ergreifen.

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St. Galler Tagblatt, 13.11.2014

Elektronikprodukte können zollfrei gehandelt werden, sofern es sie schon 1996 gegeben hat. Doch nun soll die veraltete Liste aktualisiert werden

Weniger Zölle für Elektronikartikel

In der Computerbranche sind 18 Jahre eine halbe Ewigkeit. 1996 gab es weder Smartphones noch Tablets. Daher stehen diese Produkte auch nicht auf der Liste des  Informationstechnologie-Abkommens (ITA), das einen Zollsatz von 0% für die darin aufgeführten Produkte vorsieht.

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St. Galler Tagblatt, 08.11.2014

Zerfall des Rohölpreises geht weiter

Im Juni lag der Ölpreis bei 115 $ pro Fass. Jetzt nähert er sich 80 $. Das schwache Wachstum in Europa und China und der steigende Dollarkurs belasten den Ölmarkt. Diese Woche hat Saudi-Arabien seinen Referenzpreis für den US-Markt gesenkt, und das Ölkartell Opec hat einen Bericht über die erwartete Entwicklung am Ölmarkt vorgestellt.

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Badische Zeitung, 10.11.2014

Die Opec will die Förderung nicht einschränken / Putin kritisiert die USA

Der Ölpreis befindet sich im freien Fall

Im Juni lag der Ölpreis bei 115 Dollar (92,3 Euro). Jetzt nähert er sich 80 Dollar. Das schwache Wachstum in Europa und China und der steigende Dollarkurs belasten den Ölmarkt. Trotzdem ist nicht mit einer Kürzung der Ölförderung durch die Organsiation Erdöl exportierender Staaten (Opec) zu rechnen. Opec-Chef Abdalla El Badri sagte unlängst, die Situation sei „nicht kritisch ….

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Badische Zeitung, 11.10.2014

Die schwache Weltwirtschaft und rekordhohe Produktion sorgen für tiefsten Erdölpreis seit 2010

Billigöl erfreut Autofahrer

Es ist eine gute Nachricht für Autofahrer: Trotz der Krisen in mehreren wichtigen Produktionsregionen ist Erdöl billig wie lange nicht. Der Preis für einmit 159 Liter befülltes Fass der Nordseesorte Brent sank am Freitag auf den tiefsten Stand seit vier Jahren (siehe Grafik). Das bringt Ölkonzerne und Länder wie Iran und Russland in Schwierigkeiten.

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St. Galler Tagblatt, 11.10.2014

Trotz Kriegen in Ölförderländern und des Ebola-Ausbruchs in Westafrika zeigt der Ölpreis stetig abwärts. Was die Konsumenten freut, bringt die grossen Ölfirmen und Länder wie Iran und Russland in Schwierigkeiten.

Der Ölpreis im freien Fall

Der Preis für ein Fass (159 Liter) der Nordsee-Ölsorte Brent ist am Donnerstag um über 3% auf noch 88,11 $ gefallen. Seit Juni, als der Ölpreis bei über 115 $ lag, hat er fast ein Viertel eingebüsst. Die Gründe für den Preisverfall liegen sowohl auf der Angebots als auch auf der Nachfrageseite.

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Badische Zeitung, 25.09.2014

Leitartikel: Es gibt Hoffnung

UN-Chef Ban KiMoon hat hoch gepokert und gewonnen. Sein Klimagipfel war ein Erfolg.Wenn es gelingt, denWaldverlust bis 2030 zu stoppen, sinken die Emissionen um rund ein Sechstel. Zudemhat der Gipfel gezeigt, dass die  Kapitalmärkte beginnen, den Klimawandel ernstzunehmen. Dies bedeutet, dass die Investitionen in fossile Energien zurückgefahren werden. Denn schon die bekannten Reserven an Öl, Kohle und Gas reichen aus, um eine Klimakatastrophe auszulösen. Investitionen in neue Fördergebiete sind folglich hinausgeworfenes Geld.

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Badische Zeitung, 25.09.2014

Klimagipfel in New York bekräftigt Willen, bis Ende 2015 ein verbindliches Abkommen zu beschließen / Keine konkreten Beschlüsse

Der Endspurt beginnt

Der UN-Klimagipfel in New York hat wenig unmittelbar greifbare Ergebnisse gebracht. Der Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) soll etwas kosten, der Schutz der Wälder soll verbessert werden, die USA und China wollen eine Vorreiterrolle beim Klimaschutz übernehmen. Viel blieb aber im Vagen. Dabei hatte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon zu Beginn noch große Worte verkündet: „Wir sind nicht hier, um zu reden. Wir sind hier, um Geschichte zu machen.“

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Badische Zeitung, 22.09.2014

Ab Dienstag tagt die UN-Klimakonferenz und diskutiert, wie man die Erderwärmung aufhalten kann / CO2-Preise hoch im Kurs

Dem Klimawandel die Stirn bieten

UNO-Generalsekretäre gehen selten zu Demonstrationen. Doch Ban KiMoon hat sich am Sonntag an  der Demonstration für Klimaschutz in New York beteiligt. Die war Teil eines weltweiten Aktionstages mit Demonstrationen rund um den Erdball. In Berlin forderten mehrere Tausend Demonstranten verschärfte Klimaziele und einen Umstieg auf erneuerbare Energien. Mit seiner Teilnahme an der Demonstration in New York wollte Ban für seinen Klimagipfel am Dienstag werben.

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St. Galler Tagblatt, 22.09.2014

Trotz aller Klimamassnahmen nimmt der weltweite Ausstoss von Kohlendioxid weiterhin zu, wie neueste Studien zeigen, die gestern abend im Vorfeld des Klimagipfels in New York publiziert worden sind.

Noch mehr Kohelendioxid

Der Klimawandel geschehe jetzt und habe reale Konsequenzen für uns Menschen, schreibt die UNO auf ihrer Webseite zum «UN Climate Summit 2014» in New York, zu dem UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon geladen hat. Zahlreiche Staatsoberhäupter und Wirtschaftsvertreter werden sich deshalb morgen zu einem Klimagipfel treffen, der Impulse für die grosse Klimakonferenz Ende 2015 in Paris geben soll. Dort soll dann ein wirksamer Weltklimavertrag mit mehr als 190 Staaten beschlossen werden.

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St. Galler Tagblatt, 10.09.2014

Rohöl kostet so wenig wie zuletzt vor einem Jahr. Trotz Kriegen und Krisen in wichtigen Förderländern drücken eine gedämpfte Nachfrage und ein reichliches Angebot die Preise. Das tut vielen Ölländern weh.

Der Ölpreis sinkt und sinkt

Anfang Woche hat der Preis für ein Fass Öl (159 Liter) der Nordseesorte Brent erstmals seit 14 Monaten die Marke von 100 $ unterschritten. Grund sind laue Konjunkturnachrichten der beiden weltgrössten Ölkonsumenten: In den USA wurden im August weniger neue Stellen geschaffen als erwartet, und in China gingen die Importe weiter zurück. Beides deutet auf eine Verlangsamung der Konjunktur und damit der Ölnachfrage hin.

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St. Galler Tagblatt, 22.08.2014

Während die Ölnachfrage geringer ist als erwartet, steigt das Angebot. Deshalb sinkt der Preis trotz Konflikten in wichtigen Fördergebieten. Und der tiefe Ölpreis verstärkt die Sanktionen gegen Russland.

Trotz Kriegen sinkt der Ölpreis

Krieg in Libyen, Syrien und Irak. Ebola in Nigeria. Ein Handelskrieg zwischen Russland und dem Westen. Bei einer solchen Nachrichtenlage wäre zu erwarten, dass der Ölpreis steigt. Doch das Gegenteil ist der Fall. Während ein Fass (159 Liter) der Nordseesorte Brent im Juni noch 115 $ kostete, nähert sich der Preis mittlerweile der Marke von 100 $ (siehe Grafik). Das ist der tiefste Stand seit über einem Jahr. «Die geopolitische Risikoprämie ist auf nahe null gefallen », sagt ein Analyst der schwedischen Bank Nordea.

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Basler Zeitung, 22.08.2014

Die Nachfrage ist geringer als erwartet, währenddessen steigt das Angebot

Die Welt brennt und der Ölpreis fällt

Bürgerkriege in Libyen, Syrien und im Irak. Ebola in Nigeria und ein Wirtschaftskrieg zwischen Russland und dem Westen. Bei einer solchen Nachrichtenlage würde man erwarten, dass der Ölpreis steigt. Doch das Gegenteil ist der Fall. Während ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Ölsorte Brent im Juni noch 115 Dollar kostete, nähert sich der Preis mittlerweile der 100-Dollar-Marke.

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Badische Zeitung, 21.08.2014

Der Preis für den Rohstoff ist überraschend gefallen

Billiges Oel trotz Krisen

Bürgerkriege in Libyen, Syrien und Irak. Ebola in Nigeria und ein Wirtschaftskrieg zwischen Russland und dem Westen. Bei einer solchen Nachrichtenlage würde man erwarten, dass der Ölpreis steigt. Doch das Gegenteil ist der Fall.

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Basler Zeitung, 02.08.2014

Abkommen zu Zollformalitäten scheitert am Widerstand aus Delhi – WTO nach dem Aus geschwächt

Indien torpediert weltweite Handelsordnung

Delhi hat sein Wort gebrochen. Bis zum Schluss weigerte sich Indien einem Vertrag zuzustimmen, den es bereits unterschrieben hatte: Im Dezember haben die Mitglieder der Welthandelsorganisation (WTO) ein Abkommen geschlossen, um Zollformalitäten weltweit zu standardisieren. Doch nun ist dieses Abkommen über technische Handelserleichterungen (TFA) am Widerstand Indiens gescheitert.

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Badische Zeitung, 02.08.2014

Mit der Ablehnung des weltweiten Handelsabkommens schadet Delhi der gesamten WTO

Indiens Alleingang

Freihandel ist das einfachste Mittel, um Wachstum zu generieren und die Armut in der Welt zu bekämpfen. Und das naheliegendste Instrument zur Erleichterung von Handel ist Bürokratieabbau durch die Standardisierung von Zollformalitäten. Doch daraus wird nun nichts, weil Indien ein entsprechendes Abkommen nicht unterzeichnet.

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Basler Zeitung, 31.07.2014

Der neue Premierminister Narendra Modi verfolgt innenpolitische Absichten

Indien setzt WTO-Vertrag aufs Spiel

Einen weltweiten Wohlfahrtsgewinn von 1000 Milliarden Dollar soll das Abkommen der Welthandelsorganisation WTO über technische Handelserleichterungen, das TFA, bringen, das letztes Jahr in Bali geschlossen wurde. Doch nun legt sich Indien quer. Die neue Regierung unter Premierminister Narendra Modi weigert sich, das Protokoll zu unterzeichnen, das

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St. Galler Tagblatt, 31.07.2014

Indiens neue Regierung versucht den Vertrag der Welthandelsorganisation WTO wieder aufzuschnüren, der letztes Jahr in Bali geschlossen wurde. Damit gefährdet sie das multilaterale Handelssystem.

Indien brüskiert die WTO

1000 Mrd. $.Das ist der weltweite Wohlfahrtsgewinn durch das WTO-Abkommen über technische Handelserleichterungen (TFA), das letztes Jahr in Bali geschlossen wurde. Dieser Gewinn ist jedoch in Gefahr. Bis heute sollte das Protokoll verabschiedet werden, das den Vertrag in das WTO-Regelwerk übernimmt. Doch Indien verweigert die Zustimmung.

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Badische Zeitung, 26.07.2014

Die Transparenz der Einnahmen aus Bodenschätzen soll weltweit verbessert werden / Deutschland macht jetzt mit

Ein bisschen Licht ins Dunkel bringen

Zum Glück hat Deutschland kaum Bodenschätze, denn Länder mit großen Rohstoffvorkommen sind meist arm. Das mag verwundern, denn die von den Industrieländern begehrten Rohstoffe bringen ständig frisches Geld. Aber in rohstoffreichen Ländern sind die Staatseinnahmen von der lokalen Wirtschaft weitgehend unabhängig. Deshalb besteht für Regierungen wenig Anreiz, die lokale Wirtschaft zu entwickeln.

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St. Galler Tagblatt, 14.07.2014

Kommt die Klimakatastrophe oder werden Massnahmen ergriffen? Aus Sicht von Inselstaaten ist das eine existenzielle Frage. Für Grosskonzerne ist es ein buchhalterisches Problem, dem mit Schattenpreisen begegnet werden kann.

Klimaschutz sorgt für mehr Wachstum

«Der Klimawandel ist der schwerwiegendste Fall von Marktversagen, den es je gegeben hat», sagt der Klimaökonom Sir Nicholas Stern. Weil die Freisetzung von CO2 nichts kostet, wird zuviel davon emittiert. Doch diesem Problem lässt sich abhelfen, entweder mit einer Steuer auf CO2-Emissionen oder mit einem Handelssystem für Verschmutzungsrechte wie dem EU-Emissionshandel. In beiden Fällen bekommen CO2-Emissionen einen Preis, und die Emissionen gehen zurück.

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Badische Zeitung, 28.06.2014

Mehr als nur Friedenssicherung, Gesundheit und Handel – die UN-Organisation Unep kümmert sich um ökologische Fragen

Vereinte Nationen nehmen sich der Umwelt an

Das UN-Umweltprogramm Unep gibt es eigentlich schon seit 42 Jahren. Trotzdem war es bislang keine permanente UN-Einrichtung, sondern zeitlich befristet und musste immer wieder verlängert werden. Doch damit ist es nun vorbei: Mit Gründung der UN-Umweltversammlung Unea hat die Umwelt jetzt einen permanenten Platz in der Familie der UN-Unterorganisationen. „Endlich wird Umwelt auf die gleiche Stufe mit Frieden, Sicherheit, Wirtschaft, Gesundheit und Handel gestellt“, sagt Hassan Abdel Hilal, der sudanesische Umweltminister.

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Badische Zeitung, 16.06.2014

Die Regierung will, dass weniger Kohle verbrannt wird / Die Umweltverschmutzung gefährdet den Machterhalt

China macht Ernst beim Klimaschutz

China folgt dem Wachstumsmuster der Industriestaaten: „Wachse erst und dann kümmere dich um die Umwelt.“ Nicht zuletzt wegen des Extremsmogs in den Großstädten ist China nun beim zweiten Schritt angelangt. Doch viel Zeit bleibt nicht mehr, wenn die globale Klimaerwärmung auf zwei Grad begrenzt werden soll.

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St. Galler Tagblatt, 04.07.2014

Zwei internationale Initiativen versuchen mehr Transparenz in die Zahlungen von Minen-Betreibern an Regierungen zu bringen. Doch deren Erfolg wird konterkariert, da es keine ähnlichen Regeln für den Handel mit Rohstoffen gibt.

Licht in den Rohstoff-Stollen

Während in diversifizierten Volkswirtschaften wie Deutschland und der Schweiz Tausende von Firmen das Volkseinkommen erarbeiten, sind es in den Rohstoffländern nur sehr wenige Firmen oder gar nur eine einzige. Dies erhöht die Gefahr eines Bürgerkriegs: Wie der Ökonom Paul Collier berechnet hat, liegt die Gefahr eines Bürgerkriegs in normalen Ländern bei einem halben Prozent. In Ländern, die vom Bergbau abhängig sind beträgt sie hingegen 23 Prozent. Aber auch ohne Krieg sind Rohstoffe ein «Fluch».

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St. Galler Tagblatt, 30.05.2014

Dank Fortschritten in den Verhandlungen über eine Pazifik-Freihandelszone hofft das Dutzend beteiligter Länder auf einen Abschluss noch 2014. Neben Zugeständnissen Japans bei Agrargütern besteht Einigkeit beim geistigen Eigentum.

Freihandel rund um den Pazifik

US-Präsident Barack Obama strebt eine Neuorientierung der Aussenpolitik der USA an: Neu soll das Augenmerk der Supermacht auf Asien liegen. Diese Stossrichtung hat zwei Komponenten: eine militärische und eine wirtschaftliche. Auf Obamas letzter Asienreise im April stand das Militärische im Vordergrund: Zum einen hat er Japan versichert, dass das gemeinsame Verteidigungsabkommen auch für die zwischen Japan und China umstrittenen Senkaku-Inseln gilt.

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Badische Zeitung, 24.03.2014

Ende 2015 soll ein neuer, verpflichtender Weltklimavertrag stehen / Die Vorverhandlungen beginnen schon jetzt

Ist das Klima noch zu retten?

Nach dem Desaster bei den Klimaverhandlungenin Kopenhagen 2009 unternehmen  die Klimadiplomaten einen neuen Anlauf. Bis Ende 2015 soll ein neuer Weltklimavertrag verhandelt sein, der von 2020 an allen Ländern Obergrenzen beim Ausstoß des klimaschädigenden Kohlendioxids (CO2) auferlegt. Erreicht werden soll dies während einer Weltklimakonferenz in Paris Ende 2015, die nun vorbereitet wird. Diese Verhandlungen gelten als letzte Chance, die Erderwärmung im Schnitt auf zwei Grad zu begrenzen.

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St. Galler Tagblatt, 11.12.2013

Zwölf Länder wollen rund um den Pazifischen Ozean eine Freihandelszone errichten. Worüber genau verhandelt wird, ist eigentlich geheim.

Gezerre unter Pazifikländern

Gestern ist eine weitere Runde der Verhandlungen über ein transpazifisches Freihandelsabkommen erfolglos zu Ende gegangen. Eigentlich sind die Verhandlungen unter den zwölf Ländern, die bei der Transpazifischen Partnerschaft TPP mitmachen, geheim. Doch während der Verhandlungen in Singapur hat die Enthüllungsplattform Wikileaks erneut interne Dokumente veröffentlicht.

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Badische Zeitung, 09.12.2013

Neuer Schwung für die WTO

Kommentar: Ein Erfolg für die Kleinen

Der Brasilianer Roberto Azevêdo, der erst seit September an der Spitze der Welthandelsorganisation (WTO) steht, hat einen großen Erfolg erzielt. Nach zähen und langwierigen Verhandlungen haben sich die 159 Mitgliedsländer der WTO auf neue Handelserleichterungen verständigt. Damit geht eine zwölfjährige Durststrecke zu Ende. Das jetzt in Bali ausgehandelte Paket spart zwar einige wichtige Fragen aus und die unbefristete Friedensklausel für Indien schwächt die ohnehin schwachen Regeln über Agrarsubventionen weiter.

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Badische Zeitung, 09.12.2013

Am Samstag haben Geheimverhandlungen über eine transpazifische Freihandelszone begonnen / China nimmt daran nicht teil

Zu heikel für die Öffentlichkeit

Rund umden pazifischen Ozean soll eine Freihandelszone entstehen – unter Ausschluss Chinas. Die Verhandlungen über die Transpazifische Partnerschaft TPP gelten als die ökonomische Dimension von Amerikas Hinwendung zu Asien.

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Ostschweiz am Sonntag, 08.12.2013

Rund um den Pazifischen Ozean soll eine Freihandelszone entstehen – ohne China. Die Verhandlungen sind der Versuch der westlichen Welt, die Handelsregeln für das 21. Jahrhundert festzulegen.

Abkommen deckt heikle Themen ab

Das gestern morgen verabschiedete «Bali-Paket» der Welthandelsorganisation WTO hat vier Kapitel zu Handelserleichterungen. Die ebenfalls gestern begonnenen Verhandlungen über eine Transpazifische Freihandelszone TPP (Transpazifische Partnerschaft) hat 29 Kapitel. Diese Relation zeigt, wie ehrgeizig die beiden Verhandlungen sind.

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Basler Zeitung, 07.12.2013

Kurz vor dem Durchbruch stockt die Doha-Runde erneut

Kuba verweigert WTO-Vertrag die Zustimmung

Kuba, Bolivien, Venezuela und Nicaragua lehnen das auf Bali ausgehandelte Abkommen zur Liberalisierung des Welthandels ab. Nun soll vor einer möglichen Annahme des Vertragstextes im Konsens erst über Formulierungen im Zusammenhang mit dem US-Handelsembargo gegen Kuba verhandelt werden.

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Badische Zeitung, 07.12.2013

Eigentlich hatten sich die Mitgliedsstaaten derWTO schon auf das erste Handelsabkommen seit fast zwei Jahrzehnten verständigt – doch dann stellte sich Kuba quer

Eine dramatische Nacht auf Bali

Bei der Welthandelskonferenz auf Bali ist am Freitag durch einen Kompromiss mit Indien der Durchbruch zum seit Jahren ersten größeren Abkommen über die Liberalisierung des globalen Handels in greifbare Nähe gerückt. Am späten Freitagabend deutscher Zeit lag der Pakt unterschriftsreif vor. Viele Beobachter rechneten fest damit, dass ihn alle 159 Mitgliedstaaten der Welthandelsorganisation (WTO) unterschreiben. Das müssen sie, soll der Pakt von Bali in Kraft treten. Doch dann sorgte Kuba für einen Eklat. Die Delegation aus Havanna machte ihre Unterschrift plötzlich davon abhängig, dass die USA Handelssanktionen gegen den Karibikstaat lockern.

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St. Galler Tagblatt, 03.12.2013

Die Chancen für einen erfolgreichen Abschluss an der Ministerkonferenz der Welthandelsorganisation auf Bali stehen ungünstig. Ein Scheitern würde den Glauben an das multilaterale Handelssystem weiter in Zweifel ziehen

Die WTO am Scheideweg

«Ich werde den Ministern sagen, dass wir wirklich nah an einen erfolgreichen Abschluss gekommen sind, aber dass die Ziellinie einmal mehr unerreichbar blieb.»Das sagt Roberto Azevedo, Chef der Welthandelsorganisation (WTO), im Vorfeld der Konferenz der Handelsminister der WTO-Mitgliedländer, die heute auf der indonesischen Insel Bali beginnt. Doch es trifft sich schlecht, dass die umstrittenen Themen «zu viele und zu technischer Natur» sind, um von den Handelsministern erfolgreich verhandelt zu werden, wie Azevedo selber sagt.

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Badische Zeitung 02.12.2013

Neue Regeln für den globalen Warentausch könnten auch Entwicklungsländern nützen – doch es geht seit langem nichts voran / Konferenz in Indonesien beginnt

Bali soll endlich den Welthandel beleben

Seit Anfang des Jahrtausends müht sich die Welthandelsorganisation (WTO), den globalen Warentausch ankurbeln – vergeblich. Bestehen bleiben viele Handelshemmnisse. Die Ministerkonferenz, die am morgigen Dienstag auf der indonesischen Insel Bali beginnt und bis Freitag dauert, gilt als letzteChance, die Gespräche der sogenannten Doha-Runde zu beleben. Der neue Generalsekretär der WTO warnt: Wird das Treffen ein Flop, droht die Organisation nicht mehr ernst genommen zu werden.

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Basler Zeitung, 02.12.2013

Verhandlungen der WTO über Handelserleichterungen sind auf Botschafterebene gescheitert

Jetzt müssen Die Minister ran

«Viele Mitgliedsländer der WTO haben gesagt, dass das WTO-Ministertreffen in Bali keine Verhandlungskonferenz sein darf. Ich stimme ihnen zu. Es ist nicht machbar. Es wäre nicht erfolgreich», sagt der Chef der Welthandelsorganisation, Roberto Azevedo, über die morgen beginnende Konferenz der Handelsminister auf der indonesischen Insel Bali. Doch genau das wird sie sein: eine Konferenz, wo verhandelt wird. Denn: «Ich werde den Ministern sagen, dass wir wirklich nah an einen erfolgreichen Abschluss gekommen sind, aber dass für uns die Ziellinie einmal mehr unerreichbar blieb.»

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Ostschweiz am Sonntag, 24.11.2013

Am Weltklimagipfel in Warschau wurde klar: Einige Entwicklungsländer können sich nur schwer damit abfinden, dass auch sie etwas für den Klimaschutz tun sollten.

Klimagipfel vor Flop bewahrt

Die gute Nachricht vorweg: Bei den Klimaverhandlungen ist der Gegensatz zwischen Industrie und Entwicklungsländern Geschichte. Jetzt heisst es: «die Willigen gegen die Unwilligen», wie der Sprecher von EU-Klimakommissarin Connie Hedegaard sagt. Denn die schlechte Nachricht ist: Es hat sich ein neuer Block gebildet, die Gruppe der Gleichgesinnten, die an der Brandmauer zwischen Industrie- und  Entwicklungsländern festhalten will. «Wenn ich meinen chinesischen Kollegen reden höre, fühle ich mich wie in einer Zeitschleife gefangen», bemerkte der Leiter der US-Delegation, Todd Stern.

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Badische Zeitung, 25.11.2013

Schwellenländer wie China und Erdölexporteure wie Saudi-Arabien bremsten bei den Klimaverhandlungen in Warschau / Kleiner Erfolg beim Schutz der Wälder

Kaum Fortschritte auf dem Weg zu einer geringeren Klimabelastung

Schlechte Halbzeitbilanz: Seit zwei Jahren verhandelt die Staatengemeinschaft auf Konferenzen über einen globalen Klimavertrag, der 2015 in Paris unterschriftsreif sein soll. In den kommenden beiden Jahren muss sie gehörig an Tempo zulegen, um das Ziel zu erreichen.

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Badische Zeitung, 23.11.2013

Leitartikel: Schlafwandelnde Politiker

Zugegeben: Der Klimawandel ist eine der komplexesten Herausforderungen in der Geschichte der Menschheit. Um die Erwärmung zu stoppen,müssen Energieproduktion und -verbrauch in einem jahrzehntelangen Prozess komplett umgestellt werden. Und auch zugegeben: Der auf Legislaturperioden ausgelegte Politikbetrieb macht Langzeitprojekte nicht einfacher. Trotzdem ist das zögerliche Agieren der Politik beim Kampf gegen den Klimawandel jetzt auch bei den Verhandlungen in Warschau fahrlässig.

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St. Galler Tagblatt, 19.11.2013

Die Staaten am Weltklimagipfel in Warschau sind sich uneinig, bis wann verbindliche Regeln zum Schutz des Klimas ausgehandelt werden sollen. Auch der Taifun Haiyan hat bisher keine positive Dynamik in die zähen Verhandlungen gebracht.

Schwellenländer stellen sich quer

Die Klimaverhandlungen in Warschau stehen im Zeichen von Taifun Haiyan, der kurz vor Beginn der Konferenz mehrere Städte auf den Philippinen zerstörte. Auch wenn ein einzelnes Extremwetterereignis nicht direkt auf den Klimawandel zurückzuführen ist, so erhöht die Klimaerwärmung doch die Wahrscheinlichkeit und das Ausmass derartiger Katastrophen.

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Badische Zeitung, 18.11.2013

Auf der Konferenz in Warschau wird über den Kohlendioxid-Ausstoß der Vergangenheit gestritten

Beim Klima geht Nichts voran

Der Weltklimagipfel in Warschau startet am heutigen Montag in seine zweite und entscheidende Woche. Zu Verhandlungen auf Ministerebene, die am Dienstag beginnen, wird auch Bundesumweltminister Peter Altmaier erwartet. Bis zum Abschluss am Freitag wollen die Regierungsvertreter Fortschritte auf dem Weg zu einemneuen Klimaabkommen erzielen. Bisher bewegt sich allerdings wenig.

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St. Galler Tagblatt, 11.11.2013

In Warschau wird ab heute an einem weiteren UNO-Klimagipfel über die Verringerung des Schadstoffausstosses und über einen Vertrag verhandelt, der 2020 das Kyoto-Protokoll ersetzen soll.

Arbeit an neuem Klimavertrag

In 18 Jahren ist es so weit. Dann hat die Menschheit seit Beginn der Industrialisierung knapp 3000Milliarden Tonnen CO2 in der Atmosphäre entsorgt. Damit hat sie ihr CO2-Budget aufgebraucht, wenn sie die Klimaerwärmung auf zwei Grad begrenzen will, wie der Weltklimarat der Vereinten Nationen (IPCC) in seinem neusten Bericht aufgezeigt hat. Doch der Klimabankrott kann theoretisch noch vermieden werden, wie die Unternehmensberatung PWC ausgerechnet hat.

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Badische Zeitung, 11.11.2013

Um das Zwei-Grad-Ziel nicht zu verfehlen, müsste der Kohlendioxidausstoß im Rekordtempo sinken

Vor dem Klimabankrott

In 18 Jahren ist es so weit. Dann hat die Menschheit seit Beginn der Industrialisierung knapp 3000 Milliarden Tonnen des Klimagiftes Kohlendioxid (CO2) in der Atmosphäre entsorgt. Damit hat sie ihr CO2-Budget aufgebraucht, wenn sie die Klimaerwärmung auf zwei Grad begrenzen will.

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Die Kurse der größten Energiekonzerne sind zu hoch / Ihre Energiereserven dürften gar nicht verfeuert werden

An den Börsen gibt es eine Kohlendioxid-Blase

„Es ist unangenehm einfach“, sagt Reto Knutti über das CO2-Budget für die Welt. Knutti, ein Klimawissenschaftler an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich, hatte das Konzept eines CO2-Budgets im Bericht des Weltklimarates gegen den Widerstand von Ländern wie Saudi-Arabien durchgesetzt. Mit dem CO2-Budget lässt sich überprüfen, ob die bekannten Vorräte an Kohle, Öl und Gas überhaupt noch verbrannt werden dürfen, wenn die Klimaerwärmung auf zwei Grad begrenzt werden soll.

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Kommentar: Es muss einen Ruck geben

Die weltweiten Kohlendioxidemissionen haben vergangenes Jahr wieder einen Rekordwert erreicht. Damit das Zwei-Grad-Ziel trotzdem noch erreicht werden kann, müssten die Emissionen pro Euro Wirtschaftsleistung nun um sechs Prozent pro Jahr fallen – ein fast unerreichbarer Wert. Es gibt aber auch gute Nachrichten. Dank Fracking ist es den USA 2012 gelungen, die Emissionen pro Dollar Wirtschaftsleistung um 5,9 Prozent zu senken.

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St. Galler Tagblatt, 29.08.2013

Wegen der Blockade der Doha-Runde im Rahmen der Welthandelsorganisation wird der Welthandel nach und nach mit regionalen Abkommen von unten her liberalisiert.

Freihandel von unten

Der Doha-Runde nachzutrauern bringt nichts. Ökonomen sind sich zwar weitgehend einig, dass eine multilaterale Liberalisierung des Handels für alle Länder enorme Vorteile bringen würde. Doch  Handelsverträge werden nicht von Wirtschaftsprofessoren ausgehandelt, sondern von Politikern.

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St. Galler Tagblatt, 27.08.2013

Ende Monat bekommt die Welthandelsorganisation einen neuen Chef. Doch das Zeitalter grosser, multilateraler Verträge zur weiteren Liberalisierung des Handels ist vorläufig vorbei.

Welthandel am Scheideweg

Früher waren globale Handelsabkommen noch relativ einfach zu verhandeln: Sie waren «im Grunde ein Übereinkommen zwischen der EU und den USA, dem sich der Rest der Welt dann anschliessen konnte», sagt Edward Alden

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Badische Zeitung, 09.08.2013

Statt für Alle verbindliche Handelsabkommen abzuschliessen, versuchen die Staaten, Verträge untereinander auszuhandeln

Der Abschied vom grossen Wurf

Früher waren globale Handelsabkommen noch einfach zu verhandeln: Sie waren „im Grunde ein Übereinkommen zwischen der EU und den USA, dem sich der Rest der Welt dann anschließen konnte“,
sagt Edward Alden vom Council on Foreign Relations, einer US-Denkfabrik. Doch dieseMethode funktioniert nicht mehr

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Badische Zeitung, 09.08.2013

Liberalisierung des Welthandels

Leitartikel: Frei, aber mit Regeln

Der Doha-Runde nachzutrauern bringt nichts. Ökonomen sind sich zwar weitgehend einig, dass eine multilaterale Liberalisierung des Handels für alle Länder enorme Vorteile bringen würde. Doch Handelsverträge werden nicht von Wirtschaftsprofessoren, sondern von Politikern ausgehandelt.

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Badische Zeitung, 22.06.2012

Nach Einschätzung von Umweltorganisationen begnügt sich die Konferenz mit Allgemeinplätzen ohne konkrete Ziele und Zeitpläne

Enttäuschung über den Rio-Gipfel

Das Abschlussdokument für die Rio+20-Konferenz wurde bereits vor Beginn der Konferenz fertiggestellt. Dies kam für viele Konferenzteilnehmer überraschend, da mehr als 100 Staats- und Regierungschefs zu dieser Konferenz nach Brasilien kommen. Doch Gastgeber Brasilien wollte kein Risiko eingehen.

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Badische Zeitung, 20.06.2012

Worum geht es in den Verhandlungen in Brasilien? Wie viel kann erreicht werden und worüber wird gestritten?

Treiber und Bremser

Wie viel kann erreicht werden in Rio? Wider Erwarten haben sich die Teilnehmer schon vor dem Start auf einen Kompromiss für die Abschlusserklärung verständigt. Er enthält unter anderem folgende vier Elemente: …

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Badische Zeitung, 20.06.2012

Die Menschheit wirtschaftet nicht nachhaltig, denn sie beansprucht ihren Heimatplaneten über Gebühr / Das wollen die Vereinten Nationen auf der Rio+20-Konferenz mit einem neuen Abkommen ändern

Die Zukunft, die wir wollen

Wirtschaftswachstum geht traditionell zulasten der Umwelt. Während es den meisten Menschen ökonomisch besser geht als früher, geht es Umwelt und Klima von Jahr zu Jahr schlechter. Auf der Konferenz der Vereinten Nationen in Rio de Janeiro geht es umeinen Ausgleich zwischen Ökonomie und Ökologie.

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Badische Zeitung, 18.06.2012

Die Natur wird zerstürt weil sie kein Preisschild trägt / Neues Konzept soll Raubbau bremsen

Wenn der Markt versagt

FREIBURG. In der ersten industriellen Revolution hat sich durch den Einsatz von Maschinen die Arbeitsproduktivität verzehnfacht. In einer zweiten industriellen Revolution muss dies nun für den Produktionsfaktor Umwelt gelingen. Und genau das verspricht die Green Economy (grüne Ökonomie).

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Badische Zeitung, 22.05.2012

In Bonn wird wieder über die Rettung des Klimas verhandelt – die EU will Vorreiter bleiben

Die Allianz zusammenhalten

Industriestaaten gegen Entwicklungsländer. Das war bislang das Muster der nun seit bald 20 Jahren andauernden Klimaverhandlungen. Doch vergangenen Dezember gelang in Südafrika ein Durchbruch:
Alle Länder einigten sich darauf, einen Weltklimavertrag auszuhandeln, der sowohl Industrie- als auch Entwicklungsländer zu einer Reduktion ihrer CO2-Emissionen verpflichtet. Dieser Erfolg war einer neuen Allianz zu verdanken, bestehend aus der EU, der Schweiz und Norwegen sowie den ärmsten Ländern der Welt, Afrika und den kleinen Inselstaaten.

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Badische Zeitung, 14.05.2012

EU und USA prüfen die Bildung der grössten Freihandelszone der Welt / Befürworter hoffen auf mehr Wachstum / Skeptiker verweisen auf die hohen Hürden

Der Atlantik lockt

Die Volkswirtschaften der EU und der USA sind eng miteinander verflochten, aber ein Freihandelsabkommen
zwischen beiden Wirtschaftszonen galt bislang als kaum durchsetzbar. Doch weil in der Doha-Runde der
Welthandelsorganisation nichts vorangeht, gewinnt die Idee eines transatlantischen Handelspakts immer mehr Anhänger.

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Badische Zeitung, 30.04.2012

Energieagentur ist mit den Fortschritten beim Klimaschutz unzufrieden / Nützliche Techniken werden zu wenig eingesetzt

Zehn Mal die Note „Ungenügend“

Die Internationale Energieagentur IEA hat die Fortschritte im Kampf gegen den Klimawandel untersucht: In zehn von elf Bereichen sind diese ungenügend. Einzig der Ausbau der erneuerbaren Energien liegt im Plan.

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Badische Zeitung, 28.04.2012

Weg vom Atlantik, hin zum Pazifik: Die Umwälzungen in der Weltpolitik stellen die Europäer vor gewaltige Herausforderungen

Essay: Neues Spiel, neues Glück

Eigentlich könnten sich die Europäer jetzt aufs weltpolitische Altenteil zurückziehen: Ihren Drang, sich gegenseitig zu massakrieren, haben sie gebändigt, und die Gefahr, dass Europa als Schlachtfeld für den Dritten Weltkrieg herhalten muss, ist ebenfalls abgewandt. Der Kontinent ist geeint und die Europäer leben in
Frieden, Freiheit und zumeist in relativem Wohlstand. Doch leider ist die Geschichte hier nicht zu Ende, denn die Welt muss neu geordnet werden.

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Badische Zeitung, 15.12.2011

Europa kann Russland dank des WTO-Beitritts besser in seine Werteordnung einbinden

Kommentar: Wandel durch Handel

Im Kalten Krieg verlief die Front mitten durch Deutschland – und Europa genoss die volle Aufmerksamkeit der Supermächte. Doch heute steht es wieder alleine da. Der Beitritt Russlands zur WTO könnte das zum Positiven ändern.

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Badische Zeitung, 15.12.2011

Russland gilt bei Experten längst nicht mehr als aufstrebendes Schwellenland / Das soll sich mit dem WTO-Beitritt ändern

Hoffnung auf Modernisierung

„Im Jahr 2010 war Russland so korrupt wie Papua Neuguinea, mit den Eigentumsrechten von Kenia und so wettbewerbsfähig wie Sri Lanka“, schrieb jüngst das European Council of Foreign Affairs, eine europäische Denkfabrik, die sich mit Außenpolitik beschäftigt. Mit dem Beitritt Russlands zur WTO besteht nun die Hoffnung, dass sich das Land politisch und wirtschaftlich modernisiert.

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Basler Zeitung, 12.12.2011

Kommentar: Klimakonferenz mit Mängeln

Nach dem Fiasko bei den Klimaverhandlungen in Kopenhagen im Jahr 2009 haben sich zwei Schlüsse aufgedrängt: Zum einen, dass letztlich die G-2, also die USA und China, die wichtigen Fragen unter sich ausmachen. Und zum anderen, dass der Prozess der Klimaverhandlungen nicht in der Lage ist, die Klimaerwärmung auf zwei Grad zu begrenzen. Der erste Schluss hat sich in Durban als falsch erwiesen und der zweite wurde bestätigt.

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Basler Zeitung, 12.12.2011

Grossmächte sind erstmals für verbindliche Reduktionsziele – Umweltverbände kritisieren Ergebnisse von Durban

USA und China wollen ein besseres Klima

Mit 36 Stunden Verspätung ging am  Sonntagmorgen der bislang längste Klimagipfel zu Ende. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen: Neu sollen auch Entwicklungsländer verbindliche Emissionsziele befolgen. Ausserdem wurde das Kyoto-Protokoll verlängert und ein Fonds zur Verwaltung von Klimahilfen geschaffen.

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Badische Zeitung, 12.12.2011

Kommentar: Kluge Allianz

Nach dem Fiasko bei den Klimaverhandlungen in Kopenhagen im Jahr 2009, musste man befürchten, dass die Welt künftig von den USA und China dominiert werden würde. Doch war dies auch einer falschen Verhandlungsstrategie der Europäischen Union geschuldet: Damals hat sich Europa darauf konzentriert, die USA mit ins Boot zu holen.

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Badische Zeitung, 10.12.2011

Die Europäische Union dringt auf Fortschritte beim Klimaschutz – und versammelt in Durban 120 Staaten hinter sich

Europa belebt den Klimagipfel

Der zweiwöchige Weltklimagipfel wird am heutigen Samstag zu Ende gehen und noch ist alles möglich in Durban: Durchbruch oder Debakel. Die Europäische Union (EU) hat sich mit ihrer neuen, sehr viel härteren Verhandlungsstrategie eine gute Ausgangsbasis geschaffen. Nun unterstützen mehr als 120 Länder die Position der Europäer.

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Badische Zeitung, 3.12.2011

Eine neue, taffe Verhandlungsstrategie der Europäischen Union birgt Risiken und Chancen für den globalen Klimaschutz

Europa riskiert viel in Durban

Die Europäische Union will das Kyoto-Protokoll zum Klimaschutz nur verlängern, wenn sich alle anderen Länder dazu verpflichten, bis 2015 einen neuen Weltklimavertrag auszuhandeln. Noch ist aber unklar, ob den anderen Ländern das Kyoto-Protokoll so viel wert ist. Die EU geht mit ihrer Bedingung bei den Klimaverhandlungen in Durban also ein erhebliches Risiko ein.

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Badische Zeitung, 26.11.2011

Die Zeit wird knapp, den Klimawandel noch zu begrenzen

Die letzte Frist – fünf Jahre

Bei den Klimaverhandlungen in Durban kommt Europa eine entscheidende Rolle zu: Als Preis für eine Verlängerung des Kyoto-Protokolls verlangt die EU, dass sich alle großen Länder dazu verpflichten, bis 2015 ein weltweites Abkommen auszuhandeln. Besonders fraglich ist aber die Zustimmung der USA.

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Basler Zeitung, 19.10.2011

Knapp 80 Prozent der Kohle-, Öl- und Gasreserven können nicht gefördert werden

Kapitalmärkte sitzen auf CO2 Blase

Der Grund für die amerikanische Immobilienblase war eine falsche Annahme: dass die Immobilienpreise immer weiter steigen. Eine ähnlich fatale Annahme könnte sich in der Bewertung von Kohle-, Öl- und Gasproduzenten verbergen: nämlich dass die ausgewiesenen Reserven auch tatsächlich gefördert und verkauft werden können.

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Badische Zeitung, 01.10.2011

Die Bevölkerungsentwicklung verschiebt die geopolitischen Gewichte / Europa verliert an Einfluss, andernorts drohen Unruhen

Wir werden immer mehr

Im Jahr 1987 waren wir noch fünf Milliarden, demnächst gibt es sieben Milliarden Menschen auf der Welt. Die Vereinten Nationen gehen davon aus, dass die Weltbevölkerung in den nächsten vier Dekaden neun Milliarden Menschen erreicht und dann langsam sinkt. Doch weil der Blick in die Zukunft unsicher ist, kann sich die UNO auch andere Szenarien vorstellen. Der Menschheit könnte bei 7,5 Milliarden die Lust auf eine Vermehrung vergehen. Oder sie könnte einfach immer weiter wachsen und bis Ende dieses Jahrhunderts 14 Milliarden Köpfe zählen.

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Badische Zeitung, 08.08.2011

Vier Fünftel der weltweiten Kohle-, Öl- und Gasreserven können nicht gefördert werden

Die CO2 Blase

Der Ölpreis ist trotz der Turbulenzen an den Finanzmärkten hoch und die Energiekonzerne schreiben momentan gewaltige Gewinne. Doch was sind ihre Reserven wert? Eine Studie zeigt, dass ein Großteil der Energiereserven niemals gefördert werden darf, falls die Klimaerwärmung auf zwei Grad begrenzt werden soll.

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Basler Zeitung, 08.07.2011

Eine Gruppe von Ex-Regierungschefs propagiert Investitionen zum Klimaschutz

Die Sonne soll Europas Süden retten

Vergangene Woche wurde in Deutschland die Energiewende verabschiedet und die Euro-Finanzminister haben eine weitere Tranche des Griechenland-Rettungskredits freigegeben. Diese beiden Ereignisse haben auf den ersten Blick wenig miteinander zu tun. Doch auf den zweiten Blick lassen sich Synergiepotenziale erkennen.

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Badische Zeitung, 05.07.2011

Griechenland soll mit erneuerbaren Energien auf Wachstumskurs gehen und das Klima schützen

Mit der Sonne aus der grossen Krise

Während Angela Merkel und Co. mit der Eurokrise und den Folgen von Fukushima kämpfen, hat sich eine Gruppe europäischer Elder Statesmen (Staatsmänner außer Dienst) Gedanken über die Zukunft gemacht: Sie fordern den Bau von Solarkraftwerken in Südeuropa, um dort die Wirtschaft anzukurbeln und den Umstieg auf erneuerbare Energien voranzutreiben.

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Badische Zeitung, 20.06.2011

In Bonn stritten sich Experten über den richtigen Ansatz im Kampf gegen die Erderwärmung

Wie hilft man dem Klima?

Die Klimaverhandlungen in Bonn haben kleine Fortschritte gebracht. In der zentralen Frage, wie die Klimaerwärmung gestoppt werden soll, herrscht aber nach wie vor Streit über den richtigen Ansatz.

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Basler Zeitung, 15.06.2011

Das Klimaabkommen betrifft bald nur noch Europa, Australien und Neuseeland

Kyoto-Protokoll steht vor dem Aus

Das Kyoto-Protokoll galt als Durchbruch im Kampf gegen den Klimawandel. Doch nun steht es vor dem Abbruch: Nur noch die EU, die Schweiz, Norwegen, Australien und Neuseeland sind bereit über eine Verlängerung zu verhandeln.

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Badische Zeitung, 11.06.2011

Das Kyoto-Protokoll war einst ein Durchbruch, doch bald sind Japan, Kanada und Russland nicht mehr dabei

Europäer allein beim Klimaschutz

Das Kyoto-Protokoll ist der wichtigste internationale Vertrag zum Schutz des Klimas. Ende 2012 endet der Pakt. Nur die Europäische Union, die Schweiz, Norwegen sowie Australien und Neuseeland sind bereit, über eine Verlängerung zu verhandeln.

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Badische Zeitung, 03.06.2011

Experten verlieren die Hoffnung, die Klimaerwärmung begrenzen zu können / Der Grund: Der Kohlendioxid-Ausstoß legt zu

Nicht mehr als „eine nette Utopie“

Die globalen Kohlendioxid-Emissionen fielen im Krisenjahr 2009 nur geringfügig. Im vergangenen Jahr haben sie wieder kräftig zugenommen. Damit steuert die Welt auf vier Grad Erwärmung im Jahr 2100 zu und Italien wird Teil der Sahara.

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Badische Zeitung, 24.05.2011

Jeremy Grantham, der mehr als 100 Milliarden Dollar verwaltet, warnt vor dauerhaft steigenden Rohstoffpreisen

Die Wallstreet entdeckt Grenzen des Wachstums

Während Umweltorganisationen schon lange die natürlichen Grenzen des Wachstums betonen, sahen die die Finanzmärkte bislang nur Wachstumschancen. Doch nun wechselt ein Schwergewicht der Investmentbranche die Seite. Jeremy Grantham, dessen Fonds mehr als 100 Milliarden Dollar verwaltet, warnt vor zunehmend knappen Rohstoffen und Nahrungsmitteln.

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Basler Zeitung, 11.04.2011

Klimadiplomaten einigen sich in Bangkok auf eine Agenda für 2011

Feilschen und Beten fürs Klima

Eigentlich wollte die Welt bei der Klimakonferenz in Bangkok über Lösungen für die Klimakrise verhandeln. Doch dann haben die Länder eine Woche über die Agenda diskutiert. Dies lohnt nur, wenn die Verhandlungen nun umso schneller vorangehen.

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Badische Zeitung, 11.04.2011

Diskussion um Kyoto-Protokoll

Chancen für eine Verlängerung nehmen zu

Eigentlich wollte die Welt bei der Klimakonferenz in Bangkok über Lösungen für die Klimakrise verhandeln. Doch dann haben die Länder eine Woche über die Themensetzung diskutiert.

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Basler Zeitung, 04.04.2011

Die USA nehmen vielleicht zum letzten Mal am UNO-Gipfel in Bangkok teil

Kein gutes Klima für den Klimaschutz

Seit gestern diskutieren Tausende von Klimadiplomaten und -experten in Bangkok. Sie sollen Verwaltungen schaffen, um die internationale Klimapolitik besser zu koordinieren.

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Badische Zeitung, 02.04.2011

In Bangkok kommt der Tross der Klimadiplomaten zusammen, um die Verhandlungen wieder in Gang zu bringen

Klima soll besser verwaltet werden

Nächste Woche treffen sich wieder Tausende Klimadiplomaten und -experten, diesmal in Thailands Hauptstadt Bangkok. Die Klimarettung steht dabei nicht direkt auf dem Programm. Stattdessen sollen Verwaltungen geschaffen werden, um die internationale Klimapolitik besser zu koordinieren.

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Basler Zeitung, 28.02.2011

Das Reich der Mitte will Weltmarktführer bei klimafreundlichen Technologien werden

Grünes Wachstum „made in China“

China investiert massiv in den Aufbau einer Niedrig-CO2-Wirtschaft. Der Pekinger Regierung geht es dabei nicht nur um den Klimawandel, sondern vor allem um Industriepolitik. Möglichst viele der grünen Jobs sollen im Reich der Mitte entstehen.

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Badische Zeitung, 05.02.2011

Wassermangel, Klimawandel und die wachsende Wüste treffen nicht nur Ägyptens Bauern

Nordafrikas Lasten

Als Napoléon im Jahr 1798 in Ägypten einfiel, hatte das Land drei Millionen Einwohner. Heute sind es 80 Millionen und im Jahr 2050 wohl 150 Millionen. Gleichzeitig nimmt das verfügbare Wasser ab und die für die Landwirtschaft nutzbare Fläche schrumpft. Der Staat wird damit immer abhängiger von Nahrungsmittelimporten. So geht es vielen Ländern in Nordafrika.

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Basler Zeitung 14.12.2010

Die Schweiz hätte im Klimaabkommen gerne strengere Klimaschutzregeln verankert

„Wir wollen etwas Verbindliches“

Der Klimagipfel in Cancún ist zu Ende. Nicht zuletzt dank tatkräftiger Unterstützung der Schweizer Delegation kamen doch noch einige Teilerfolge zustande. Interview mit Bruno Oberle, Direktor des Bundesamtes für Umwelt (Bafu).

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Badische Zeitung, 13.12.2010

Konferenz in Mexiko gibt den unverbindlichen Abmachungen von Kopenhagen einen rechtlichen Rahmen

Klimaschutz wird Pflicht

Nach zwei Wochen zäher Verhandlungen haben sich die Diplomaten in Mexiko auf Fortschritte beim Klimaschutz verständigt. Zum ersten Mal wird offiziell das Ziel genannt, die Erderwärmung auf zwei Grad zu begrenzen.

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Basler Zeitung, 11.12.2010

Schweizer Experte warnt am Klimagipfel, dass wir 12 Gigatonnen CO2 zu viel ausstossen

„Wir brauchen einen Diskurs über die Risiken“

Der Klimaexperte Andreas Fischlin mahnt eine gesellschaftliche Debatte darüber an, wie viel Klimawandel wir haben wollen.

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Basler Zeitung, 07.12.2010

Streit um Kyoto-Protokoll beherrscht die Klimaverhandlungen in Cancun

Die Hoffnung heisst Cartagena

Die USA seien «wie ein Schwein, das sich vor dem Spiegel in Pose wirft», sagte der chinesische Chefunterhändler bei der letzten Vorbereitungskonferenz vor dem Klimagipfel im mexikanischen Cancun. Und die Amerikaner bezichtigten Peking im Gegenzug des «Wortbruchs». Drei Monate später, in Cancun, ist alles ganz anders.

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Basler Zeitung, 30.11.2010

Ein Erfolg in Cancun könnte Vorbild für andere Verteilungskonflikte sein

Beim Klima geht es um die Macht

Der Klimawandel ist ein Umweltproblem. Doch Klimapolitik ist nicht Umwelt-, sondern Wirtschafts- und Machtpolitik. Das weiss keiner besser als die G 2: die USA und China. Beide haben Angst, durch zu viel Kooperation ihre machtpolitischen Optionen zu begrenzen.

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Basler Zeitung, 26.11.2010

Ohne Fortschritte in Mexiko sind die Klimaverhandlungen grundsätzlich infrage gestellt

Alle Hoffnungen ruhen auf Cancun

Bei den Klimaverhandlungen stehen sich Industriestaaten und Entwickungsländer gegenüber. Doch die USA und Europa suchen nun nach Verbündeten unter den ärmeren Ländern, um China Zugeständnisse abtrotzen zu können.

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Badische Zeitung, 02.11.2010

Staatengemeinschaft beschliesst grössere Schutzräume für Pflanzen und Tiere

Zweiter Anlauf für die Natur

Der Raubbau an der Natur soll binnen zehn Jahren gestoppt werden. Darauf hat sich die UN-Artenschutzkonferenz im japanischen Nagoya nach zweiwöchigen Verhandlungen geeinigt. Doch die wirkliche Arbeit beginnt erst – auch in Deutschland. Beispielsweise müssten viele Subventionen für die heimische Landwirtschaft abgeschafft werden.

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Freie Presse, 26.10.2010

Der Klimawandel verschärft die Naturgefahren für Asiens Megastädte

Land unter in Bangkok

Monsunregen sind in Asien normal. Doch in Zeiten des Klimawandels werden Hochwasser immer zerstörerischer. Besonders betroffen sind die in Flussdeltas gelegenen Megastädte Asiens. Doch zumindest bis 2050 bleiben die Naturgewalten beherrschbar.

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Badische Zeitung, 11.10.2010

China und die USA bremsen die Klimaverhandlungen aus

Harsche Töne im Ringen ums Klima

Die Klimaverhandlungen stecken fest – und Peking und Washington geben sich gegenseitig die Schuld dafür. Bei der letzten Vorbereitungskonferenz für die UN-Klimarunde in Cancún Ende des Jahres gab es keine Annäherung. Im Gegenteil, der Ton wird rauer.

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Basler Zeitung, 09.10.2010

Bei den Klimaverhandlungen in Tianjin beharken sich die USA und Gastgeber China

Der Ton wird schriller

An der letzten Verhandlungsrunde vor dem Klimagipfel in Cancún brin­gen sich China und die USA für den Fall des Scheiterns eines Abkom­mens in Stellung.

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Basler Zeitung, 08.10.2010

Interview: Klimaverhandler Franz Perrez will ein neues Abkommen

«Das Hauptproblem ist die Ungewissheit»

In der chinesischen Metropole Tianjin finden diese Woche die letzten Vorverhandlungen vor dem Klimagipfel vom Dezember in Cancún statt.

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Basler Zeitung, 20.09.2010

Der Verkauf von Boden in grossem Stil ist für Entwicklungsländer verlockend

Agrarland – verzweifelt gesucht

Die Nachfrage nach Agrarland steigt und manche Länder verkaufen Millionen von Hektaren an Investoren. Die Weltbank hat dieses Phänomen untersucht und zieht eine gemischte Bilanz.

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Badische Zeitung, 18.09.2010

Die Ausrottung von Tieren und Pflanzen ist die größte Gefahr für die Erde – und die Größe des Verlusts sprengt das Vorstellungsvermögen

Was kostet die Natur?

Der Kampf gegen den Klimawandel ist ein riesiger Erfolg – zumindest, wenn man ihn mit dem Schutz der Artenvielfalt vergleicht. Für den Klimaschutz gibt es ein von den Regierungen eingesetztes Forschergremium, das IPCC, einen verbindlichen Vertrag, das KyotoProtokoll, Investitionen in Milliardenhöhe und viel öffentliches Interesse. Anders beim Artenschutz: Hier gibt es eine Absichtserklärung aus dem Jahr 2002 und das Eingeständnis des Scheiterns.

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Badische Zeitung, 18.09.2010

Die zehn größten Gefahren für die lebenserhaltenden Systeme der Erde

Riskante Eingriffe

Es ist eine Binsenwahrheit: Das Leben auf der Erde und der Wohlstand des Menschen beruhen auf einer funktionierenden Umwelt. Dennoch gab es bislang kein klares Verständnis der wesentlichen lebenserhaltenden Systeme unseres Heimatplaneten. Nun haben Wissenschaftler diese Wissenslücke geschlossen. Sie beschreiben Kreisläufe, die nicht allzu sehr gestört werden dürfen, wenn die Menschheit katastrophale Umweltveränderungen verhindern will.

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Badische Zeitung, 18.09.2010

Warum Ecuador Milliarden fürs Nichtstun bekommt

Viel Geld für kein Öl

Ecuador lebt vom Öl und nimmt die Abholzung unberührter Regenwälder in Kauf, um an das schwarze Gold zu kommen. Doch nun hat sich eine internationale Allianz gefunden, die Ecuador dafür bezahlt, das Öl im Boden zu lassen.

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Basler Zeitung, 18.08.2010

Die hoch entwickelten Länder machen nur noch gut 40 Prozent der Weltwirtschaft aus

Die Krise hat den Westen geschwächt

Dank der industriellen Revolution hat der Westen eine Vormachtstellung in der Weltwirtschaft erobert.  doch die Tatsache, dass China nun daran ist, die grösste Volkswirtschaft zu werden, steht symbolisch für den grossen Umbruch.

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Badische Zeitung, 16.08.2010

Schweizer Multi freut sich über Putins Weizen-Ausfuhrbann

Die Profiteure des Exportverbots

Trotz Dürre und Bränden hat Russland genug Weizen. Russische Bauern beklagen denn auch das Exportverbot, das am Sonntag in Kraft getreten ist. Freude über den Exportbann herrscht dagegen bei dem Schweizer Konzern Glencore. Der Rohstoffmulti braucht sich so nicht an bestehende Verträge zu halten.

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Basler Zeitung, 14.08.2010

Die Motive hinter dem russischen Exportverbot geben Anlass zur Spekulation

Glencore, Russland und der Weizen

Trotz Dürre und Bränden hat Russland genug Weizen. Russische Bauern beklagen das Exportverbot der Regierung. Freude über die Massnahme herrscht dagegen bei einem Schweizer Konzern: Glencore. Der Rohstoffmulti braucht sich so nicht an bestehende
Verträge zu halten.

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Badische Zeitung, 09.08.2010

Die Verhandlungen über ein Weltklimaabkommen kommen nicht vom Fleck / Nun arbeiten die Diplomaten an einer kleinen Lösung

Die Welt will nicht auf die USA warten

Eine einwöchige Klimakonferenz in Bonn ist ohne konkrete Ergebnisse zu Ende gegangen. Schlimmer noch – bei den Klimadiplomaten schwindet die Hoffnung, dass die USA jemals ein nationales Klimagesetz verabschieden. Dieses wäre die Voraussetzung für ein Weltklimaabkommen, das alle Staaten akzeptieren. Um den multilateralen Ansatz in der Klimapolitik zu retten, müsse der Rest der Welt daher ohne die USA weitermachen, sagten Diplomaten in Bonn. Der Schlüssel zum Erfolg könnte ein Zusammenarbeit zwischen
der EU und China sein.

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Basler Zeitung 09.08.2010

Klimapolitiker ziehen nach Bonner Nullrunde eine ernüchternde Bilanz

Fortschritt nur ohne die USA

Um den multilateralen Ansatz in der Klimapolitik zu retten, sollte die Staatengemeinschaft ohne die USA weitermachen. Denn es gibt kaum noch Hoffnung, dass die Amerikaner ein
Klimagesetz verabschieden.

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Basler Zeitung 02.08.2010

Für Fortschritte fehlen die Voraussetzungen – weder Führung noch Vertrauen sind vorhanden

Klimagespräche stecken in der Sackgasse

Die Industriestaaten haben den Entwicklungsländern in Kopenhagen Milliarden versprochen. Nun wollen letztere das Geld sehen, bevor sie weiteren Versprechungen Glauben schenken.

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Badische Zeitung, 09.08.2010

Die Verhandlungen über ein Weltklimaabkommen kommen nicht vom Fleck / Nun arbeiten die Diplomaten an einer kleinen Lösung

Die Welt will nicht auf die USA warten

Eine einwöchige Klimakonferenz in Bonn ist ohne konkrete Ergebnisse zu Ende gegangen. Schlimmer noch – bei den Klimadiplomaten schwindet die Hoffnung, dass die USA jemals ein nationales Klimagesetz verabschieden. Dieses wäre die Voraussetzung für ein Weltklimaabkommen, das alle Staaten akzeptieren. Um den multilateralen Ansatz in der Klimapolitik zu retten, müsse der Rest der Welt daher ohne die USA weitermachen, sagten Diplomaten in Bonn. Der Schlüssel zum Erfolg könnte ein Zusammenarbeit zwischen
der EU und China sein.

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Badische Zeitung, 30.07.2010

Ein Nebeneffekt der US-Finanzmarktreform: Rohstoffkonzerne müssen Zahlungen an fremde Regierungen transparent machen

Obama zwingt zur Offenheit

Bodenschätze machen arm. Das mag überraschen, denn rohstoffreiche Länder haben hohe Einnahmen. Tatsächlich aber wachsen Länder, die reich mit Rohstoffen ausgestattet sind, langsamer, führen öfter Krieg und sind meist korrupt. Um den Fluch der Ressourcen zu bannen, verlangt das neue US-Finanzmarktgesetz mehr Transparenz von Minenbetreibern und Energiekonzernen.

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Basler Zeitung, 14.07.2010

Wenn Urwald gerodet wird, um Biosprit herzustellen, ist der Schaden grösser als der Nutzen

Die Biospritindustrie kommt unter Druck

Wenn man in der EU und den USA Lebensmittel zu Biosprit verarbeitet, wird woanders der Wald gerodet, denn essen müssen wir ja auch noch.

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Basler Zeitung, 03.07.2010

Der Schwarze Kontinent biete Investoren weltweit die besten Renditen, sagt eine Studie von McKinsey

Die Unternehmensberater entdecken Afrika

Die Wachstumsaussichten für Afrika seien gut. Ein Hindernis sei allenfalls die schlechte Ausbildung der Afrikaner. Das geht aus einer McKinsey- Studie hervor.

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Badische Zeitung, 31.05.2010

Die Verhandlungen über ein neues Weltklimaabkommen stocken / Einigkeit besteht aber zumindest beim Schutz der Regenwälder

Ein erster Erfolg fürs Klima

Die Abholzung der Regenwälder verursacht ein Fünftel der weltweiten Treibhausgasemissionen. Um dieser Belastung der Atmosphäre Herr zu werden, haben nun interessierte Industriestaaten und waldreiche Entwicklungsländer eine Organisation gegründet und dieser mehrere Milliarden Dollar zugesagt.

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Badische Zeitung, 04.06.2010

Regierungen und Experten sorgen sich, dass schon bald weniger Öl gefördert wird

Geht das Öl früher aus als gedacht?

Die Weltwirtschaft beruht nach wie vor auf der Verfügbarkeit von billigem Öl. Doch möglicherweise ist das Fördermaximum des schwarzen Goldes schon bald erreicht. Dies dürfte schwerwiegende Folgen für die Weltwirtschaft und verheerende Folgen für die Armen der Welt haben – aber gut sein gut fürs Klima.

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Basler Zeitung, 27.03.2010

Der Grosskonzern agiert hilflos gegenüber einer Greenpeace-Kampagne wegen Palmöl

Nestlé und die toten Orang-Utans

Mit dem Versuch, ein unliebsames Greenpeace-Video aus dem internet zu verbannen, hat Nestlé erreicht, was es vermeiden wollte: Der Clip droht für den Nahrungsmittelkonzern zu einem PR-Desaster zu werden.

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Die Südostschweiz, 26.03.2010

Grosser Aufschrei im Internet: Tötet Nestlé Orang-Utans?

Nestlé hat versucht, ein unliebsames Greenpeace Video aus dem Internet zu verbannen. Doch der Konzern hat so erreicht, was er vermeiden wollte: Der Clip verbreitet sich wie ein Lauffeuer.

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Basler Zeitung, 30.01.2010

US-Börsenaufsicht verlangt, dass Firmen Risiken aus Klimawandel offenlegen

Shareholder-Value als Klimaretter

Investoren hassen Risiken, die sie nicht kennen. Indem die US-Börsenaufsicht Firmen nun zwingt, ihre Klimarisiken offenzulegen, ermöglicht sie es den Investoren, solchen Risiken aus dem Weg zu gehen.

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Badische Zeitung, 21.12.2009

Der Kopenhagener Klimagipfel verpasst sein Ziel, die Klimaerwärmung auf zwei Grad zu begrenzen / Die dänische Regierung ist eindeutig überfordert

Der Berg kreisst und gebiert eine Maus

Kopenhagen war eine Konferenz der Superlative: zwei Jahre Vorbereitung, 45000 Teilnehmer inner- und außerhalb des Bella Centers, 120 Staats- und Regierungschefs, der Fokus des weltweiten Interesses. Das Ziel der Konferenz war ebenso grandios wie der Anlass. Die Menschheit sollte zusammenstehen, um sich selbst und den Planeten vor einer unkontrollierten Erwärmung des Klimas zu bewahren.

Hinweis: Der Fehler im Titel ist nicht von mir, sondern von der Korrektur!

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Badische Zeitung, 17.12.2009

Die Profis der Klimaverhandlungen bewahren ihren Optimismus, obwohl eine Verständigung auf der Konferenz in Kopenhagen in weiter Ferne liegt

Am Ende kommt aber doch immer etwas heraus

Die Mitglieder der Verhandlungsdelegationen treffen sich in Bangkok, Barcelona, Bali oder Bonn. Es sind immer die gleichen Konferenzzentren, immer die gleichen Leute. Sie sprechen alle die gleiche Sprache: gebrochenes Englisch gespickt mit Abkürzungen. Seit zwei Jahren arbeiten sie nun den BAP ab, den Bali Action Plan.

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Badische Zeitung, 12.12.2009

Bei der Klimakonferenz in Kopenhagen sind die Beteiligten ein Stück aufeinander zugegangen / Ehrgeizige Kohlendioxid-Reduktionsziele und Geld fehlen noch

Kleinstaat Tuvalu bringt die Welt auf Trab

„Die Konferenz ist ein Erfolg, bevor sie begonnen hat“, sagte Yvo de Boer, der Leiter der Klimaverhandlungen in Kopenhagen, zu Wochenbeginn. Alle wichtigen Länder haben Angebote für die Reduktion ihrer Treibhausgasemissionen vorgelegt und mehr als 110 Staats- und Regierungschefs ihr Kommen angekündigt.

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Basler Zeitung, 11.12.2009

Misstrauen zwischen reichen und armen Ländern an der Klimakonferenz

Dänisches Papier sorgt für Aufregung

Der dänische Entwurf für ein Abschlusscommuniqué an der Klimakonferenz  sorgt  für  Empörung  bei  den  Entwicklungsländern. Diese fühlen sich über den Tisch gezogen.

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Basler Zeitung, 21.11.2009

Faire Konditionen helfen den Armen mehr als Entwicklungshilfe

Der subventionierte Hunger

Immer mehr Menschen hungern, weil in Drittweltländern jahrzehntelang zu wenig in die Landwirtschaft investiert wurde. Denn bei 350 Milliarden Dollar Landwirtschaftssubventionen  der reichen Länder ist  importieren billiger als selbst produzieren. aber in armen Ländern  fehlen  auf  dem  Land  die Jobs, dank denen die Menschen das billigere Essen kaufen könnten.

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Basler Zeitung, 07.11.09

Zur Begrenzung des Klimawandels kommen auf die Verursacher Kosten von 200 milliarden Dollar pro Jahr zu

Die Industrieländer erhalten nun die Rechnung

Die  Industrieländer  sind weitgehend  für  den  Klima­wandel  verantwortlich.  die Schweiz  dürfte  dies  rund zwei Milliarden Franken pro Jahr kosten. Durch das CO2, das die Industrieländer  seit  Beginn  der industriellen Revolution in die Atmosphäre  entsorgt  haben…

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Basler Zeitung, 02.11.09

Der Diplomat Thomas Kolly (51) vertritt bei Klimaverhandlungen die Schweizer Interessen

Der Herr des Klimas

Eigentlich  wollte  er  eine  Mechanikerlehre machen. Doch dann riet der Berufsberater dem Jungen aus dem  Luzerner Dorf Pfefkon, er solle es doch mal mit Diplomat versuchen.  Heute  leitet  Thomas Kolly (51) die Schweizer Delegation bei den UNO-Klimaverhandlungen.

Heute beginnt in Barcelona die letzte Verhandlungsrunde; alles wartet auf die USA

Endspurt vor dem Klimagipfel in Kopenhagen

Gut  einen  Monat  vor  Kopenhagen, wo  das Nachfolgeprotokoll zu Kyoto beschlossen werden  soll,  warten  die  Klimaunterhändler  immer  noch auf  ein Angebot der USA, um wie viel sie die CO2-Emissionen zu  reduzieren  gedenken. Und auch  in der wichtigen Finanzfrage kommen die Unterhändler  ohne  politische  Vorgaben nicht voran.

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Badische Zeitung, 10.10.09

Die Fachleute haben ihre Arbeit getan. Auf der Klimakonferenz in Kopenhagen sind im Dezember die Politiker am Zug

Die Chancen für das Klima steigen

Auf der Klimakonferenz in Bangkok wurde am heftigsten über die rechtliche Form des neuen Weltklimavertrags gestritten. Zum Entsetzen der Entwicklungsländer wollen die Industriestaaten das Kyoto-Protokoll durch ein neues Abkommen ersetzen.

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Basler Zeitung, 10.10.2009

In Bangkok wurde über die rechtliche Form des Weltklimavertrags gestritten

Kluft zwischen armen und reichen Ländern

Bei den Klimaverhandlungen in Bangkok gab es Fortschritte – und Differenzen. Zum Entsetzen der Entwicklungsländer wollen die Industriestaaten das Kyoto-Protokoll durch ein neues Abkommen ersetze…

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Badische Zeitung, 23.09.09

Die Erderwärmung hängt von der Kohlendioxid-Konzentration in der Atmosphäre ab – die ist heute schon zu hoch

Wie sammelt man Kohlendioxid ein?

Die weltweite Rezession hat dazu geführt, dass weniger Treibhausgas ausgestoßen wird. Nach Berechnungen der Internationalen Energieagentur wird der Ausstoß des Klimagiftes Kohlendioxid in diesem Jahr um 2,6 Prozent zurückgehen – im Vergleich zum Vorjahr . Das ist kein Grund, bei den Verhandlungen um ein neues Klimaabkommen langsam zu machen. Mittelfristig müsste die Menschheit der Atmosphäre Kohlendioxid entziehen, um die Erderwärmung zu bremsen.

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Basler Zeitung, 04.09.09

Deutscher Thinktank schlägt Globalbudget für Ausstoss von Kohlendioxid vor

Neuer Ansatz im Kampf gegen CO2

Die Gefahr ist gross, dass sich die Klimaverhandlungen so lange hinziehen, bis es zu spät ist. Aus diesem Grund schlägt ein deutsches Expertengremium eine neue Formel vor. Geht der Austoss an Treibhausgasen und damit d…

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Badische Zeitung, 15.08.09

Wer muss wie viel CO2 sparen, um den Klimawandel zu bremsen? Darüber streiten Industrie- und Entwicklungsländer erbittert

Gutes Klima hat seinen Preis

Die Verhandlungen über ein neues Welt-Klimaabkommen kommen nicht vom Fleck. Eine Lösung könnte die Zuteilung von Verschmutzungsrechten auf die Länder gemäß ihrer Bevölkerungszahl sein. Das halten viele Experten für gerecht, aber politisch nur schwer durchsetzbar.

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Basler Zeitung, 11.08.09

In Bonn soll in dieser Woche wieder Bewegung in die Klimaverhandlungen gebracht werden

Südkorea erhöht Druck auf Schwellenländer

Der Gegensatz zwischen Industrie- und Entwicklungsländern lähmt die Verhandlungen um ein neues Klima-abkommen, das im Dezember in Kopenhagen beschlossen werden soll. Doch nun will Südkorea kein Entwicklungsland mehr sein.

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Badische Zeitung, 08.08.09

Wie die Unterhändler der Klimaverhandlungen den Gegensatz zwischen Industrie- und Entwicklungsländern auflösen wollen

Kraftakt Klimapakt

Über eines sind sich die Staaten der Welt einig: Die Durchschnittstemperatur auf der Erde soll höchstens um zwei Grad steigen. Wie dieses Ziel zu erreichen ist und wer welchen Beitrag dazu leisten soll, ist aber umstritten. Für die aufreibende Suche nach einem Kompromiss bleibt nicht viel Zeit. Der Klimawandel schreitet voran – und bis Ende des Jahres soll ein neues Klimaabkommen stehen.

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Basler Zeitung, 17.06.09

Deutsche Konzerne wollen 600 Milliarden Franken in Nordafrika investieren

Münchner Rück plant Solarkraftwerk in der Wüste

Die einen haben Sonne und Platz, die anderen brauchen Energie. Auf dieser Grundlage soll eine europäisch-nordafrikanische Energieallianz entstehen. Technisch ist das Projekt machbar. Ob es auch finanzierbar und politis…

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Basler Zeitung, 15.06.09

Die Schweiz will, dass an der Weltklima-Konferenz alle Staaten einen Beitrag zur CO2-Reduktion leisten

„Es braucht eine Anstrengung von allen“

Botschafter Thomas Kolly (50), Leiter der Abteilung Internationales im Bundesamt für Umwelt und Chef der Schweizer Delegation bei den internationalen Klimaverhandlungen, ist zuversichtlich, dass i…

Entwicklungsländer fordern vom Westen Investitionen in den Klimaschutz

Schweiz müsste zwei Milliarden zahlen

Die Schweizer produzieren zu viel CO2. Dafür sollen sie zur Kasse gebeten werden. Wie viel die Schweiz am Ende zahlen muss, ist noch Verhandlungssache. Pro Jahr stehen jedem Erdenbürger CO2-Emissionen von rund zwei Ton…

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Basler Zeitung, 06.06.09

Yvo de Boer, der Leiter des UNO-Klimasekretariats, fordert mehr CO2-Reduktionen

„Das ist noch nicht genug“

Das Klimaabkommen von Kyoto läuft aus, bis im Dezember soll ein Nachfolgevertrag unterschriftsreif sein. Bei einer Vorbereitungskonferenz in Bonn liegt nun erstmals ein Vertragsentwurf vor. Noch aber sind die wesentlic…

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Basler Zeitung, 29.05.09

Der Markt für Klimaschutzprojekte ist in Gefahr

Warten auf Kopenhagen

Rund um die Vermeidung des Ausstosses von Kohlenstoffdioxid hat sich eine ganze Industrie entwickelt. Vorne mit dabei ist ein Schweizer Start-up: South Pole Carbon. Wie verkauft man etwas, das es nicht gibt, für teures…

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Basler Zeitung, 25.05.09

Der Wasserfussabdruck misst den direkten und den indirekten Verbrauch

Das meiste Wasser essen wir

ie Schweiz ist reich an Wasser. Trotzdem importiert sie 80 Prozent ihres Bedarfs in Form von Nahrungsmitteln und Industrieprodukten. Doch diese Wasserimporte sind nicht mehr sicher. Der Sommer ist da. Gestern stiegen …

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Basler Zeitung, 09.05.09

Das Land denkt auf Druck der USA über die Reduktion von Treibhausgasen nach

China zeigt sich kompromissbereit

Bei den Verhandlungen über ein neues Klimaabkommen stehen China und die USA im Mittelpunkt. Nur wenn die beiden grössten Treibhausgas-Emittenten verbindliche Reduktionsziele vereinbaren, kann die Klimaerwärmung begrenz…

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Basler Zeitung, 14.04.09

Die UNO plant und baut an einem eurasischen Schienen- und Strassennetz

Basel-Singapur einfach, bitte

Mit dem Projekt soll insbesondere der grenzüberschreitende Handel gefördert werden. Nach jahrzehntelangem Stillstand gibt es nun echte Fortschritte. New York ist uns näher als Singapur. Dabei könnte man nach Singapur l…

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Basler Zeitung, 25.03.09

Das Internet fördert mit «Open Source» eine neue Art des Teilens von Produktionsmitteln

Kommunismus, neu aufgelegt

Die digitale Welt ermöglicht freies Teilen von Wissen und Software. Angebote bestehen. Nicht jedoch aus altruistischen Gründen, sondern weil sich das Teilen als effizient erweist. «Wenn uns das Internet etwas lehrt, da…

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Basler Zeitung, 13.03.09

Singapur und Hong Kong schaffen ihr Bankgeheimnis ab

Asien schwimmt mit dem Strom

Das Bankgeheimnis hat ausgedient. Hongkong und Singapur wollen sich in Zukunft an «internationale Gepflogenheiten» halten. Singapur wollte zur «Schweiz Südostasiens» werden. Um dieses Ziel zu erreichen, investierte die…

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Basler Zeitung, 11.02.09

Denkfabriken sind auch in der Krise ein Wachstumsmarkt

Wo lassen Sie denken?

Regeln aufzustellen, wird anspruchsvoller. Politiker und Firmen haben daher einen zunehmenden Beratungsbedarf. Diesen Markt bedienen Think-Tanks – Denkfabriken.

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Visit – Magazin von Pro Senectute Kanton Zürich, Februar 2009

Umgang mit Geld

Artilkelpaket zum Thema Umgang mit Geld, besstehend aus drei Artikeln: Wenn sich die Welt ums Geld dreht – „Ältere Menschen sind sparsamer“ – Banking unter den Augen des Pharaos

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Badische Zeitung, 17.01.09

Wegen der taumelnden Finanzmärkte wird nicht genug in die Landwirtschaft investiert

Fast eine Milliarde hungert

Die Nahrungsmittelpreise sind seitMitte 2008 deutlich gesunken. Trotzdem hat übers Jahr die Zahl der Hungernden um 40 Millionen zugenommen. Die Wirtschaftskrise droht noch mehr Menschen in Hungersnöte zu stürzen.

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Basler Zeitung, 03.01.09

Wegen der taumelnden Finanzmärkte wird nicht genug in die Landwirtschaft investiert

Die „andere“ Krise ist noch nicht vorbei

Die Nahrungsmittelpreise sind seit Mitte letzten Jahres deutlich gesunken. Trotzdem hat übers Jahr die Zahl der Hungernden um 40 Millionen zugenommen. Und nun droht die Wirtschaftskrise noch mehr Menschen in Hungersnöte zu stürzen.

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Basler Zeitung, 17.12.09

650-Millionen-Konjunkturprogramm in Planung

Leuthard begegnet Rezession gelassen

Amerika, Europa und Japan sind bereits in der Rezession. Nun folgt auch die Schweiz. Im Gegensatz zu den anderen Ländern ist hier aber kein grosses Programm zur Ankurbelung der Konjunktur vorgesehen.

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Basler Zeitung, 11.12.09

Firmen gleichen den Wegfall an Aufträgen auf Kosten der Arbeitslosenversicherung aus

Das Gespenst der Kurzarbeit geht um

Weniger arbeiten bei (meist) vollem Lohn: Was wie der Traum eines Gewerkschafters klingt, ist eine Notmassnahme, um Entlassungen zu vermeiden.

(In Zusammenarbeit mit Andreas Möckli, Redaktor Basler Zeitung)

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Basler Zeitung 11.12.09

«Schlechte Moral – schlechte Ökonomie»

Für seine Arbeiten zum Aussenhandel hat Paul Krugman gestern in Stockholm den Wirtschaftsnobelpreis erhalten. Doch der streitbare Ökonom versteht sich nicht nur auf trockene Wissenschaft. Auf seinem Blog «Das Gewissen eines Liberalen» und in seiner Kolumne für die «New York Times» nimmt er pointiert zu Politik und Wirtschaft Stellung.

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Badische Zeitung, 29.11.08

In Zukunft hat jeder Mensch ein CO2 Kontingent von zwei Tonnen pro Jahr

Warten auf den Weltvertrag

Das Kyoto-Protokoll zum Schutz des Klimas läuft 2012 aus, aber der Klimawandel wird immer bedrohlicher. Abhilfe kann nur ein weltweites Übereinkommen schaffen. Am Montag gehen die Verhandlungen über einen derartigen Weltvertrag in die nächste Runde.

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Basler Zeitung, 15.11.09

Das europäische Emissionshandelssystem ist Vorbild für viele Industrieländer

Profite mit dunklen Wolken

Um den Ausstoss von klimaschädlichem CO2 zu reduzieren, hat die EU einen Handel mit CO2-Emissionsrechten entwickelt. Dadurch können die Kosten für die erforderlichen Anpassungen massiv gesenkt werden

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Basler Zeitung, 13.11.09

McKinsey-Studie zeigt, dass mit bekannten Technologien bis 2020 keine zusätzliche Energie nötig wäre

Europa könnte Energieverbrauch stabilisieren

Der Streit über Atomkraftwerke dominiert die Energiedebatte, das Erdöl wird knapper. Dessen ungeachtet steigt der Energieverbrauch unnötigerweise immer weiter an.

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Basler Zeitung, 25.10.09

Problematische Umstellung von Plan- auf Marktwirtschaft

Hilfe für zentralasiatische Wasserwirtschaft

Zu Sowjetzeiten war der Staat für alles da. Heute müssen sich die Menschen selber organisieren. Ein Schweizer Entwicklungshilfeprojekt hilft in den Ländern Kirgistan, Tadschikistan und Usbekistan beim Management der wichtigsten Ressource – Wasser.

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Basler Zeitung, 13.10.09

Beim Währungsfonds und der Weltbank spricht die Schweiz auch für Zentralasien

Die Schweiz und andere Exoten

Doris Leuthard verdankt ihre Teilnahme am Ministertreffen des 24-köpfigen Währungs- und Finanzausschusses des Internationalen Währungsfonds (IWF) der Stimmkraft einer ungewöhnlichen Koalition: Helvetistan.

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Basler Zeitung, 11.10.09

In grauer Vorzeit wiesen Höhlenmalereien den Weg – heute hilft Geomarketing weiter

So finden Firmen ihre Kunden

Wo gibt es kaufkräftige Haushalte? Wo lohnt sich eine Plakatkampagne? Geomarketing hilft Firmen wie McDonald’s oder Planzer bei solchen und ähnlichen Fragen.

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Basler Zeitung 02.08.08

Das Scheitern der Verhandlungen der Welthandelsorganisation (WTO) ist tragisch

Bei der Doha-Runde ging es um mehr als Handel

«Für jemanden, der von einem anderen Stern kommt, muss es unbegreiflich sein, warum wir uns trotz der erzielten Fortschritte nicht haben einigen können.» So kommentierte der brasilianische Aussenminister Celso Amorim diese Woche den Abbruch der Verhandlungen der Welthandelsorganisation (

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Basler Zeitung 29.07.08

Nach der Krise ist vor der Krise

Aussichten auf einen Abschluss der Doha-Runde haben sich wieder verschlechtert

Beim Streit über die geografischen Herkunftsangaben zeichnet sich dafür ein Kompromiss ab. Kaum ist die erste Krise in den Verhandlungen der Welthandelsorganisation WTO überwunden, kommt schon die nächste. Am Freitag hatte WTO-Chef Pascal Lamy mit einem

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Basler Zeitung 28.07.08

Die Staaten pokern um hohe Einsätze

Verhandlungen für einen neuen Welthandelsvertrag haben ihre erste Krise überwunden

Am Freitag standen die Verhandlungen der Welthandelsorganisation WTO kurz vor dem Abbruch. Ein Kompromisspapier von WTO-Chef Pascal Lamy hat die Doha-Runde zumindest über das Wochenende gerettet. Es hat schlecht angefangen; Celso Amorim, der

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Basler Zeitung 24.07.08

Freier Handel gefällt nicht allen

Die Politik spielt bei der Öffnung oder Abschottung von Märkten eine zentrale Rolle

Dieser Tage verhandeln in Genf mehr als 40 Wirtschaftsminister aus aller Welt über die Bedingungen für freien Handel. Alle wollen dazugewinnen – niemand will etwas hergeben. Was bringt Freihandel? Warum ist Abschottung schlecht? Die baz zeigt im ersten Teil einer

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Basler Zeitung 19.07.08

40 Internet-Start-ups nehmen den Lift zum Erfolg

Die Schweizer Webszene präsentiert ihre Ideen – besonders beliebt sind soziale Netzwerke

Was früher der Dorfplatz war, ist heute das Internet: Ein Ort um sich zu treffen, zu plaudern, zu handeln und neue Leute kennenzulernen. Sie stehen im Lift und starren auf die Stockwerksanzeige. Dritter Stock,

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Basler Zeitung 16.07.08

Die Schweiz ist nächste Woche beim WTO-Treffen gefordert

Wirtschaftsministerin Doris Leuthard ist Gastgeberin und Vermittlerin

Als offene Volkswirtschaft profitiert die Schweiz stark vom Welthandel. In der Welthandelsorganisation WTO engagiert sie sich daher für eine weitere Liberalisierung. Die nächste Verhandlungsrunde beginnt am Montag in Genf. Die Schweiz ist auf der Weltrangliste die Nummer 95

Basler Zeitung 16.07.08

Wird endlich gut, was lange währt?

Plötzlich besteht wieder Hoffnung auf einen Erfolg in der Doha-Runde

Der Durchbruch in der Doha-Runde der WTO könnte sich schon nächste Woche abzeichnen. Wirkung zeigen würde er jedoch frühestens in sieben Jahren. Die Bilder von den kollabierenden Zwillingstürmen in New York waren noch frisch in den Köpfen

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Basler Zeitung 16.07.08

Nachtkurier aus Leidenschaft

Der Farnair-Pilot Francis Gosteli fliegt nachts Pakete durch Europa

Basels älteste Airline ist spezialisiert auf Expressfracht. Wenn Not am Mann ist, helfen die Farnair-Piloten wie Francis Gosteli, aber auch bei der Evakuierung von Schweizern aus Kriegsgebieten. Der Wecker klingelt. Francis Gosteli (39

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Basler Zeitung 05.07.08

Biosprit treibt Preise für Lebensmittel

Eine Studie zeigt: Einfluss grösser als gedacht

Biosprit wird mit Milliarden subventioniert. Davon profitieren Bauern und Politiker. Dass deshalb die Lebensmittelpreise steigen, bleibt da besser geheim. Die Lebensmittelpreise steigen scheinbar unaufhörlich. Doch es ist nicht klar, warum. Für die einen sind

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Basler Zeitung 28.06.08

Wie die Welt noch zu retten ist

Gemäss McKinsey-Studie sind Wirtschaftswachstum und Klimaschutz miteinander vereinbar

In der industriellen Revolution im 19. und 20. Jahrhundert wurde die Arbeitsproduktivität verzehnfacht. Um das Klima zu retten bei gleichzeitigem Wirtschaftswachstum muss die Umwelteffizienz verzehnfacht werden. Bislang war der Zusammenhang klar: Mehr Wirtschaftsleistung führt zu einem

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Basler Zeitung 24.06.08

«Man muss selber etwas machen»

Wie der Jurist, Buchautor und Genussmensch Hans-Ulrich Stauffer sich selbst treu bleibt

«Ho, Ho, Ho Chi Minh» skandierten Europas Studenten und lieferten sich Strassenschlachten mit der Polizei. Amerika führte Krieg in Vietnam. In Spanien, Portugal und Griechenland waren noch rechte Militärregierungen an der Macht. Südafrika setzte sich mit seinem

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Basler Zeitung 18.06.08

Eine Kiste verändert die Welt

Der Containerverkehr wächst drei Mal schneller als die Weltwirtschaft und belastet das Klima enorm

Dank der Erfindung des Standardcontainers sind Transportkosten heute marginal. Das verändert die internationale Arbeitsteilung und belastet die Umwelt. Aus grosser Entfernung sehen sie aus wie Legosteine. Und genauso funktionieren sie auch: Container. Wie die dänischen Plastikklötzchen

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Basler Zeitung 14.06.08

Bodenschätze machen arm

Schweizer Bergbaukonzerne beteiligen sich kaum am Kampf gegen Korruption

Der Rohstoffsektor ist besonders korruptionsanfällig. Zwei internationale Initiativen versuchen, die Zahlungsströme transparenter zu machen. Die Schweiz ist eines der reichsten Länder der Welt, obwohl sie keine Bodenschätze besitzt. Obwohl? Nein, die Schweiz ist reich

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Basler Zeitung 04.06.08

EU bietet die attraktivsten Märkte

Vorzüge von Russland, Brasilien, China und Indien werden laut Prognos überschätzt

Alle reden von China. Dabei bieten die EU-Länder besseren Marktzugang. Insbesondere Klein- und Mittelunternehmen (KMU) müssen sich gut überlegen, welche Märkte am attraktivsten sind. Die Multis habens einfach: Sie

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Basler Zeitung 03.06.08

Metrobasel macht mit Studien Politik

Der Verein Metrobasel präsentiert sein Programm und wirbt um Mitglieder

Die Region Basel ist durch Grenzen zerstückelt. Damit bei der Zukunftsplanung der Blick fürs Ganze nicht fehlt, macht Metrobasel Studien. Die Stadt Basel ist keine Metropole, doch die Region Basel ist eine Metropolitanregion. Und

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Basler Zeitung 31.05.08

Vergesst das Klima

Für den Copenhagen Consensus ist Ernährung prioritär

Ökonomen bewerten Vorschläge zur Verbesserung der Welt. Die Gratis-Abgabe von Vitamin A überzeugt sie am meisten. Politiker wollen wiedergewählt werden. Sie richten ihre Prioritäten also nach den Sorgen und Nöten ihrer Wähler aus.

Wie vergleicht man Bildung und Terror?

Kosten und Nutzen werden bewertet

Gesündere Kinder lernen besser und bekommen später bessere Jobs. Da lohnen sich Vitamine. Der Copenhagen Consensus versucht Lösungen für die dringlichsten Probleme der Welt miteinander zu vergleichen. Die Frage lautet: Welche Massnahme bringt den grössten

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Basler Zeitung 28.05.08

Basel ist klarer Export-Schweizer-Meister

Freihandel mit der EU und der WTO-Vertrag sind die wichtigsten Grundlagen für den Aussenhandel

Handelspolitik geniesst wieder öffentliche Aufmerksamkeit. Der Agrarfreihandel mit der EU und die Erweiterung des Abkommens der Welthandelsorganisation (WTO) sorgen für rote Köpfe. Besonders wichtig wäre ein erfolgreicher Abschluss für Basel, den Export-SchweizerMeister.

Zölle kosten mehr, als sie einbringen

Die Konsumenten zahlen höhere Preise und die Firmen haben mehr Verwaltungsaufwand

80 Prozent der Importe kommen zollfrei ins Land. Trotzdem fallen Zollformalitäten an. Das kostet. Für Ökonomen ist die Sache klar: Zölle sind schädlich, weil der Verlust, der den Konsumenten durch die höheren Preise

Die Schweiz ist kein Agrarland

Folgt man handelspolitischen Debatten, gewinnt man leicht den Eindruck, die Schweiz sei ein Agrarland. Die mächtigste Lobby der Schweiz, die Bauern, verteidigt vehement ihre Privilegien. Dabei ist die Landwirtschaft, mit einem Anteil am Bruttoinlandprodukt (BIP) von

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Basler Zeitung 19.05.08

«100 Mitarbeiter für einen solchen Flug»

Der Chief Network Officer der Swiss erklärt den Aufwand für einen Flug nach Schanghai

Interview: , Schanghai Die Swiss wehrt sich gegen eine Einbeziehung des Flugverkehrs in den weltweiten Handel mit CO2-Zertifikaten. Sie befürchtet Wettbewerbsnachteile. baz: Die Swiss fliegt neu täglich nach Schanghai. Warum fliegen Sie nicht

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Basler Zeitung 17.05.08

Was der Welthunger und der Klimawandel mit der Doha-Runde zu tun haben

Alles ist Handel

Was haben die steigenden Lebensmittelpreise, die Wasserknappheit, der Klimawandel und die groteske Armut in manchen Ländern miteinander gemein? Den Handel. Für alle diese Probleme ist Handel ein wesentlicher Teil der Lösung. Handel mit Verschmutzungsrechten im Rahmen des Kyoto-Protokolls

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Basler Zeitung 15.05.08

Day wächst mit Lizenzen

Neuer Chef löst Gründer Michael Moppert ab

Die Basler Softwarefirma Day hat im ersten Quartal einen Umsatzsprung gemacht. Um das Wachstum weiter zu beschleunigen, kommt ein neuer Chef. Der Umsatz stieg im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahresquartal um 15 Prozent auf 7,4 Millionen

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Basler Zeitung 10.05.08

Die Basler waren schon mal da

Ciba hatte 1937 einen Aussenposten in Schanghai, musste jedoch in den Fünfzigerjahren China verlassen

Schweizer Unternehmen wie Roche und Ciba waren schon in den Dreissigerjahren in China präsent. Besetzung, Bürgerkrieg und Revolutionen haben das Geschäft erschwert. Doch heute ist es auch für KMU einfach, im Reich der Mitte zu investieren.

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Basler Zeitung 06.05.08

Die Zeit billiger Nahrungsmittel ist vorbei

Die Nachfrage nach Fleisch und Milch steigt vor allem in Asien, die Nahrungsproduktion wird weltweit beeinträchtigt

In den letzten beiden Jahren sind die Preise für Lebensmittel deutlich gestiegen. Ob es sich dabei um ein temporäres Phänomen oder einen strukturellen Wandel im Agrarmarkt handelt, ist noch umstritten. Die Welt hat die Produktion von Nahrungsmitteln vernachlässigt

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Basler Zeitung 26.04.08

Wir müssen unser Denken globalisieren, um Lösungen für alte Probleme zu finden

Mit dem Klimawandel kommen wir auf die Welt

Mitten durch Berlin verlief eine Mauer. Die Welt war zweigeteilt und die beiden Blöcke bedrohten sich mit gegenseitiger Auslöschung. Dann fiel die Mauer und die Globalisierung begann. Was wie ein singuläres Ereignis erscheint, ist für Historiker Teil einer Wellenbewegung

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Basler Zeitung 12.04.08

Das viele Geld versperrt den Blick aufs Ganze

Die Gesellschaft nimmt sich der Weltgesundheit an und spendiert Milliarden. Aber es mangelt an Koordination

Die Investitionen in den Kampf gegen die Geisseln der Menschheit wie Malaria, Aids oder Tuberkulose sind in den letzten zehn Jahren explodiert. Nun müssen die Initiativen nur noch besser koordiniert werden. Geld allein reicht nicht. Lange war

«Wir haben in fünf Jahren zwei Millionen Leben gerettet»

Der «Global Fund» mit Sitz in Genf poolt Gelder für den Kampf gegen die grössten Krankheiten in der armen Welt

Herr Evans, Sie arbeiten für den «Global Fund to Fight Aids, Tuberculosis and Malaria». Was tun Sie eigentlich? David Evans: Der Global Fund ist ein Finanzierungsinstrument. Wir sammeln weltweit Gelder ein

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Basler Zeitung 02.04.08

«Ich bin froh, dass er den Weg frei macht»

Beobachter zeigen sich erleichtert über den Abgang von Marcel Ospel

Nicht nur die Börsen jubeln über den Paukenschlag bei der UBS. Mit Ospels Abgang können alle gut leben – auch er selber, sagt er. «Wenn andere in meinem Rücktritt einen Beitrag zur Lösung des Problems sehen,

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Basler Zeitung 29.03.08

Wenn Drache und Elefant um die Wette laufen

Doppelter Boom in Asien: China ist die globale Werkbank, während Indien als Dienstleister die Welt erobert

Das Reich der Mitte hat zehn Jahre Vorsprung auf den indischen Subkontinent. Und es wächst massiv schneller. Trotzdem ist Indien womöglich eher am Ziel. Indien und China stellen zusammen 37,5 Prozent der Weltbevölkerung, erwirtschaften aber

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Basler Zeitung 25.03.08

Vom Rhein an die Gestade des Ganges

Alle grossen Basler Unternehmen sind in Indien vertreten

Basler Firmen haben eine lange Tradition in Indien. Hauptnutzniesser ist die Schweiz: Die Investitionen auf dem Subkontinent beflügeln die Schweizer Exporte. Die ersten Exporte aus Basel nach Indien waren nicht Medikamente oder Textilfarben, sondern Bibeln. 1834

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Basler Zeitung 22.03.08

Pendlerin zwischen zwei Welten

Melanie Martinelli nutzt die Chancen des boomenden Marktes Indien

Die Baslerin Melanie Martinelli ist nach Indien ausgewandert und hat dort eine Firma gegründet. Sie berät indische und europäische Firmen im Umgang mit kulturellen Differenzen. Wir schreiben das Jahr 2004, und Melanie Martinellis Studium an der Fachhochschule beider

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Basler Zeitung 18.03.08

Panikverkäufe lassen Banken taumeln

UBS-Aktie verliert weitere 13,85 Prozent an Wert

Der Notverkauf der Investmentbank Bear Stearns an JP Morgan schockt die Börsen weltweit. Der Dollar erreichte ein neues Tief. Die Verkaufswelle an den Weltbörsen nahm zeitweise panikartige Züge an. Die Banker von Bear Stearns sind am Ende:

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Basler Zeitung 17.03.08

Bear Stearns sucht Käufer

Die UBS und Lehman Brothers könnten die nächsten Opfer sein

Amerika könnte die schwerste Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg bevorstehen. Nach dem Beinahe-Zusammenbruch von Bear Stearns häufen sich pessimistische Einschätzungen. An den Finanzmärkten geht die Angst um. Nach der Rettung von Bear Stearns durch die New

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Basler Zeitung 17.03.08

Neue Märkte für Indiens Zahlen-Rajas

Indiens Softwarekonzerne expandieren nach Europa, Japan und China

Martin Kölling, Tokio Indiens Softwareindustrie hat den Sprung geschafft von der einfachen Programmierbude zum Anbieter gesamter Geschäftsprozesse. Die nächsten Angriffsziele: Europa und Japan. Lakshman Rao rennt. Bei seinem Japan-Besuch ist der Zeitplan des operativen Chefs von

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Basler Zeitung 15.03.08

Ein Elefant auf der Überholspur

Was Schweizer Unternehmen nach Indien zieht, was sie dort finden – und was nicht

Zur Kolonialzeit hatte Indien einen viel höheren Anteil am Welthandel als heute. Aber mit der Öffnung der ehemals sozialistisch gelenkten Wirtschaft holt der Subkontinent auf. Das grösste Kapital sind Millionen von bestens ausgebildeten Menschen. Von Hasle-Rüegsau

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Basler Zeitung 15.03.08

Helvetia schlägt George Washington

Erstmals in der Währungsgeschichte ist ein Schweizer Franken mehr Wert als ein Dollar

Die Finanzmärkte haben eine turbulente Woche hinter sich. Dollar, Gold und Öl haben historische Extremwerte erreicht. Die Schieflage der US-Investmentbank Bear Stearns hat gestern die Märkte schockiert und den Dollar in den Keller geschickt. Umgekehrt

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Basler Zeitung 14.03.08

EBL wächst mit Wärme und TV

Stromgeschäft bleibt stabil

Elektra Baselland hat in allen drei Geschäftsbereichen – Strom, Wärme und Kabelfernsehen – erfolgreich gewirtschaftet. Das Fernwärme-Know-how der Liestaler Genossenschaft ist mittlerweile schweizweit gefragt. «Da wir nur eine geringe eigene Stromproduktion haben,

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Basler Zeitung 07.03.08

Universität Basel erhält 2,5 Millionen für ein Stiftungszentrum

Swissfoundations will mit dem Zentrum die Stiftungsbranche professionalisieren und deren Wirkungsgrad erhöhen

Das Stiftungszentrum bietet Forschung, Lehre und Beratung für gemeinnützige Stiftungen an. «Wir wissen alles über amerikanische Waschbären in der Schweiz, aber nichts über das Stiftungswesen», beklagt Beate Eckhardt, Geschäftsführerin von Swissfoundations, dem Verband

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Basler Zeitung 05.03.08

Fluch gegen Raubkopierer ist unnötig

Für den privaten Gebrauch darf auch der Kopierschutz geknackt werden

Mitte Jahr tritt das neue Urheberrechtsgesetz (URG) in Kraft. Es versucht die Interessen von Urhebern und Konsumenten in Einklang zu bringen. Der kleine Zauberer Harry Potter hat nicht nur Millionen Menschen viele Stunden Lesevergnügen bereitet, sondern

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Basler Zeitung 01.03.08

Die Spannung steigt

Santhera will erstes Produkt auf den Markt bringen

Trotz der steigenden Kosten hat die Liestaler Biotech-Firma dank dem Börsengang immer noch genügend Geld in der Kasse. «Wir befinden uns an der Schwelle von einem Entwicklungs- zu einem Produktunternehmen», sagt Klaus

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Basler Zeitung 23.02.08

Impfstoffe sind wieder interessant

Der Weltmarkt für Impfstoffe wächst um 16 Prozent pro Jahr

«Impfen» assoziiert man mit Schularzt und Narben auf dem Oberarm. Das grösste Marktpotenzial haben heute aber Impfungen für Erwachsene und die neuen Impfungen gegen Krebs. Impfstoffe galten lange als uninteressant. In entwickelten Ländern waren sie im

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Basler Zeitung 22.02.08

Ein Knaller zum Jubeljahr

Actelion zählt zehn Jahre – und hat mit Tracleer ein Milliardenmedikament

Mit Umsatz- und Gewinnsteigerungen um mehr als ein Drittel und fünf Produkten in der klinischen Phase gibt sich Actelion selbstbewusst. Von null auf 1,32 Milliarden Franken Umsatz in zehn Jahren, lautet die Zusammenfassung der

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Basler Zeitung 21.02.08

Pieth kritisiert deutsche Behörden Strafrechtler spricht von Hexenprozess

Der renommierte Basler Strafrechtsprofessor Mark Pieth verurteilt die Art und Weise, wie sich deutsche Behörden Daten von Steuerhinterziehern beschaffen. Liechtensteinische Stiftungen und Schweizer Banken sind sich nicht nur geografisch nahe. «Schweizer Banken bauen oft Konstrukte, die

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Basler Zeitung 16.02.08

Wo Elefanten kämpfen, leidet das Gras

Coop-Migros, Hotelplan-Kuoni, Airbus-Boeing: Wenn Duopole herrschen, kommen Konsumenten oft zu kurz

Karl Marx warnte vor dem Monopolkapitalismus. Heute sind Monopole selten. Häufig sind jedoch Duopole, also zwei Kolosse, die den Markt unter sich aufteilen. Dies droht auch, wenn Microsoft Yahoo schluckt – und nur noch Google gegenübersteht.

«Duopolisten erwirtschaften manchmal eine Monopolrente»

Die Auswirkung auf den Wettbewerb hänge vom Verhalten der Duopolisten ab, sagt der Basler Wirtschaftsprofessor George Sheldon

Der Experte relativiert: Ein Zusammenschluss von Microsoft und Yahoo zu «Microhoo» führt nicht unbedingt zum Duopol mit Google. Die Konkurrenz ist nur einen Klick weit entfernt. baz: Herr Sheldon, Beobachter warnen,

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Basler Zeitung 04.02.08

Morgenstund hat Gold im Mund

Die Post steigt in die Frühzustellung von Zeitungen ein

Die Post sucht tausend neue Mitarbeiter, allerdings nur für ein bis zwei Stunden pro Tag – und das in aller Herrgottsfrühe. Der Gelbe Riese baut ein Netz für die Frühzustellung von Zeitungen auf. Es nieselt und wird schon

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Basler Zeitung 01.02.08

Operation «Rheingold»

Bâloise verhandelt über Fusion des Deutschlandgeschäfts mit Gothaer Versicherungen

Der europäische Versicherungsmarkt erlebt eine Konsolidierungswelle. Zum ersten Mal schliessen sich nun womöglich eine Aktiengesellschaft und eine Genossenschaft zusammen. Für den Basler Versicherungskonzern Bâloise ist Deutschland der zweitwichtigste Markt. Die beiden Tochtergesellschaften «Basler Versicherungen» aus Bad

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Basler Zeitung 18.01.08

Max Müller macht Licht im Kessel

Mit explosionssicheren Leuchten hat eine kleine Allschwiler Firma die Welt erobert

Weltweit beherrschen zwei Unternehmen den Markt für die Ausleuchtung von Apparaturen für die Chemie- und Pharmaindustrie. Die klare Nummer 1 ist die Max Müller AG in Allschwil. 90% der Produkte gehen ins Ausland. Druck, Temperatur

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Basler Zeitung 28.12.07

Die Wohltätigkeit geht an die Börse

Im Markt für Projektbörsen konkurrieren drei verschiedene Systeme um Spendengelder

Spenden werden zunehmend als soziale Investitionen verstanden. Über Marktplätze im Internet können Investoren direkt in einzelne gemeinnützige Projekte investieren. Weihnachtszeit ist Spendenzeit. Zwei Drittel der Schweizerinnen und Schweizer spenden. In der klassischen Wohltätigkeit erwartet der Spender keine

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Basler Zeitung 27.12.07

Die grösste Bibliothek aller Zeiten

Immer mehr Bücher werden digitalisiert und im Internet für die Ewigkeit archiviert

Der Wunsch, alle Bücher der Welt im Volltext über das Internet zugänglich zu machen, ist so alt wie das Internet selbst. Noch gibt es aber kein Portal, auf dem sich die bereits digitalisierten Bücher einfach finden lassen.

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Basler Zeitung 24.12.07

Wider die «Fossilien der Gemeinnützigkeit»

Ihre Leistungen sind kaum messbar. Kein Eigentümer wacht über ihre Performance. Und doch lassen sich moderne Managementmethoden auch auf Stiftungen anwenden. Wie das geht, zeigt ein neues Buch. Jedes Jahr verteilen Stiftungen rund 1 Mrd. Fr.

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Basler Zeitung 13.12.07

Von Binningen aus ins WorldWideWeb

Das Schweizer Start-up Wuala bietet kostenlosen Speicherplatz im Web

Wuala bietet die Möglichkeit, Speicherplatz auf der eigenen Festplatte gegen Speicher im Internet zu tauschen. Um den Dienst bekannt zu machen, setzt die Firma auf virales Marketing. Der Markt für Speicherplatz im Internet ist hart umkämpft. Über 100 Anbieter versuchen

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Basler Zeitung 11.12.07

Software wird zur Dienstleistung

Canoo baut webbasierte Anwendungen für das Internet der Zukunft

Die Basler Softwarefirma Canoo hat «Rich Internet Applications» entwickelt, bevor es den Begriff dafür gab. Jetzt arbeiten die Programmierer an der Zusammenführung von Internet und Mobiltelefonie. Druckt man den Quellcode eines Computerprogramms aus, hat man

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Basler Zeitung 08.12.07

Das Onlineportal Wikipedia hat finanzielle Probleme

Die Internet-Enzyklopädie ist auf Spenden der Nutzer angewiesen

Wikipedia wird von einer Stiftung getragen, die sich ihrerseits über Spenden finanziert. Wegen des grossen Erfolgs des Online-Lexikons steigen aber die Kosten. Ohne weitere Spenden müssen wichtige Entwicklungsprojekte zurückgestellt werden. 34 442 Personen haben bereits

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Basler Zeitung 28.11.07

Unternehmerpreis geht an Tally Weijl

Swiss Venture Club zeichnet zum dritten Mal herausragende KMU aus

Ob Mode, Recyclinganlagen, Nanomikroskope oder Lampen für Fotografen und Kameraleute, die Region Basel beherbergt viele weltweit führende KMU. Zwei Drittel der Schweizer Wertschöpfung werden von kleinen und mittleren Betrieben erwirtschaftet. Geht es den KMU gut,

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Basler Zeitung 27.11.07

Ein Uni-Spin-off auf dem Weg zum Mars

Die Liestaler Nanosurf hilft mit, nach Spuren von früherem Leben auf dem Planeten zu suchen

Nanosurf baut Augen in die Nanowelt › Mikroskope, mit denen man einzelne Atome sehen kann. Die neue Technik findet nun auch Eingang in internationale Normen. Am 25. Mai 2008 ist es so weit. Die Raumsonde Phoenix

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Basler Zeitung 22.11.07

Auf die Mischung kommt es an

VitaPlant aus Witterswil entwickelt erfolgreich standardisierte Pflanzenextrakte

Die Vielfalt der Natur und das Erfordernis gleichbleibender Qualität von Phytopharmaka muss kein Widerspruch sein. VitaPlant aus Witterswil macht daraus gar ein Geschäft. Noch vor 120 Jahren wurden fast alle Medikamente aus Pflanzen hergestellt. Erst 1897 mit der

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Basler Zeitung 14.11.07

Ein Uni-Spin-off auf dem Weg zum Mars

Die Liestaler Nanosurf hilft mit, nach Spuren von früherem Leben auf dem Planeten zu suchen

Nanosurf baut Augen in die Nanowelt › Mikroskope, mit denen man einzelne Atome sehen kann. Die neue Technik findet nun auch Eingang in internationale Normen. Am 25. Mai 2008 ist es so weit. Die Raumsonde Phoenix

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Basler Zeitung 10.11.07

«Nicht die Karte, der Inhalt zählt»

Mit Google Earth wird jeder Punkt der Erde via Internet dreidimensional erreichbar

Noch ist das Internet mehrheitlich zweidimensional und nach Begriffen «geordnet». Geht es nach Michael T. Jones, dem Chief Technology Officer von Google Earth, wird es bald dreidimensional und über die Geografie durchsuchbar. Jones weilte kürzlich

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Basler Zeitung 09.11.07

Stiftungen fürchten Steuern

Basel-Stadt ist Nachzügler beim Steuerabzug für Spenden

Auch Stiftungen brauchen aktives Lobbying, um ihre Interessen durchzusetzen. ProFonds, der Verband der Stiftungen, kämpft derzeit gegen Verschlechterungen im Rahmen der Mehrwertsteuerrevision. ProFonds, der Schweizer Dachverband der gemeinnützigen Stiftungen, beging sein 19. Jahrestreffen

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Basler Zeitung 02.11.07

Geld ist nicht alles

Swissfoundations diskutiert die Rolle von Stiftungen in der Gesellschaft

Stiftungen müssen aktiv Lobbying betreiben, um ihre Ziele zu erreichen. Die Zeit der Mildtätigkeit ist vorbei. Der Stiftungssektor boomt. Gleichzeitig sieht er sich wachsenden Erwartungen von Staat und Gesellschaft ausgesetzt, wie das 7. Herbstsymposium von

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Basler Zeitung 29.10.07

Alternativen zu Word, Excel und Co.

Microsofts Quasimonopol kommt › trotz heftiger Gegenwehr › unter Druck

Mit Word, Excel und Co. hat Microsoft ein Quasimonopol im Markt für Office-Lösungen. Damit dem nicht so bleibt, unterstützen immer mehr Software-Konzerne OpenOffice oder entwickeln Office-Dienste, die über das Internet genutzt werden können

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Basler Zeitung 27.10.07

Geistiges Eigentum nützt KMU wenig

The Business Development Company hilft kleinen und mittleren Betrieben im Patentrechtsdschungel

Ein zunehmender Anteil der Wertschöpfung entfällt auf wissensbasierte Produkte. Das darin enthaltene geistige Eigentum muss systematisch gemanagt werden, um den Nutzen zu maximieren. Kein Land hat mehr Patente pro Kopf als die Schweiz. Hierzulande kommen 126 sogenannte

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Basler Zeitung 23.10.07

Basel ist für Start-ups «nahezu ideal»

Translationale Forschung soll Barriere zwischen Uni und Wirtschaft weiter reduzieren

Moderne Grossforschung kann nur im Verbund zwischen Wirtschaft und Universität bewältigt werden. In Amerika betreibt die Industrie hierzu eigene Institute auf dem Uni-Campus. Seit einigen Jahren predigen Wissenschaftler, Politiker und Wirtschaftsführer, dass Erkenntnisse universitärer Forschung

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Basler Zeitung 20.10.07

Aus der argentinischen Pampa in die Apotheke

Die Kleinfirma Herbonis entwickelt ein Pflanzenextrakt gegen Knochenschwund

Osteoporose ist die zweithäufigste Erkrankung weltweit. Mit einem Pflanzenextrakt will Herbonis die Krankheit bekämpfen. Während unseres Lebens erneuern wir unsere Knochen etwa zehn Mal. Wichtig für den Aufbau von neuen Knochen sind Calcium als Baumaterial und Vitamin D

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Basler Zeitung 18.10.07

Globale Wettbewerbsfähigkeit beginnt im Klassenzimmer

700 Manager diskutieren in Basel,«was die Schweiz voranbringt»

Innovationen entscheiden über den Erfolg von Unternehmen und Ländern. Doch woher kommt die rettende Idee? «Wir in Europa sind die Gewinner der Globalisierung», freut sich Heinrich von Pierer anlässlich des zweiten Swiss Innovation Forums gestern in

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Basler Zeitung 29.09.07

«Wetten, dass …?» als Werbeträger

Mehr Übernachtungen und Fernsehpräsenz zur Hauptsendezeit für Basel

Das Basler Hotelgewerbe blickt einem Rekordjahr entgegen. Trotzdem kann zusätzliche kostenlose Werbung nicht schaden. Wetten, dass viele Städte neidisch auf Basel schauen werden, wenn am 6. Oktober zum 12. Mal «Wetten, dass …

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Basler Zeitung 26.09.07

Innovation sichert den Wohlstand

Swiss Innovation Forum wird in Basel den CEO von Bang & Olufsen präsentieren

Das Swiss Economic Forum organisiert zum zweiten Mal das Swiss Innovation Forum. Diesmal findet die Veranstaltung in Basel statt. Die wichtigste Ressource der Schweiz ist der Erfindungsgeist, die Kreativität der Menschen, die hier leben. Der grosse

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Basler Zeitung 24.09.07

Die Welt ist flach

Wir schreiben das Jahr 2007 und da hat jemand eine «kurze Geschichte des 21. Jahrhunderts» verfasst. Dies scheint verfrüht, aber der Autor glaubt, die Entwicklung, die das 21. Jahrhundert prägen wird, erkannt

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Basler Zeitung 22.09.07

Marktanteil klettert nach oben

Holzvermarktungszentrale Nordwestschweiz ist weiter auf Wachstumskurs

Die Holzvermarktungszentrale Nordwestschweiz strebt bis 2009 einen Marktanteil von 50 Prozent in der Nordwestschweiz an. Die vor drei Jahren gegründete Holzvermarktungszentrale Nordwestschweiz HZN AG wächst weiter kräftig: Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte der Holzabsatz um 27% auf 55 000

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Basler Zeitung 31.08.07

Damit die Chemie stimmt

Synphabase synthetisiert Stoffe für die Pharmaindustrie

Die Synthese neuer Substanzen ist nicht mehr Kerngeschäft der Pharmafirmen. Davon profitieren Auftragsforscher wie die Firma Synphabase aus Pratteln. Zu wissen, wie ein Molekül aussehen soll, ist das Eine, zu wissen, wie sich dieses Molekül

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Basler Zeitung 25.08.07

Ein Kind von «Schweizerhalle»

Seit 20 Jahren berät Carbotech Wirtschaft und Staat bei Umweltfragen aller Art

Von Schweizerhalle bis Kyoto › in den letzten 20 Jahren hat sich in Sachen Umweltschutz viel getan. Die Umweltberatungsfirma Carbotech war bei den wesentlichen Entwicklungen mit dabei. 1. November 1986. In Schweizerhalle brennt ein Chemikalienlager der Sandoz

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Basler Zeitung 25.08.07

Einbussen wegen Hochwasser

Schäden des Augustunwetters auch bei regionalen Firmen

Neben den direkten Schäden von rund 300 Mio. Fr. hatten die Unwetter auch unerwartete Folgewirkungen. In der Region betroffen waren etwa Ricola oder Cimex. Bei den derzeitigen Turbulenzen an den Finanzmärkten werden täglich Milliardenwerte vernichtet. So

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Basler Zeitung 11.08.07

Mangel an Labors entschärft sich

Neue Laborgebäude schaffen in der Region mehr Platz

In Basel wird die Forderung nach einem «Brutkasten» laut: Jungfirmen benötigen nicht nur Laborfläche, sondern auch Unterstützung bei administrativen und finanziellen Fragen, um zu gedeihen. Basel ist wohl weltweit die Stadt mit den meisten Quadratmetern Laborfläche pro Einwohner.

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Basler Zeitung 10.08.07

Arzneien kosten immer noch zu viel

Die Preisunterschiede sind bei Generika oft grösser als bei Originalpräparaten

Medikamentenpreise sind politische Preise und in der Schweiz traditionell höher als im Ausland. Der Verband der Krankenversicherer fordert deshalb weitere Anpassungen am Preisfestsetzungsprozedere. Die gute Nachricht vorweg: Der Unterschied zwischen den Medikamentenpreisen in der Schweiz und im Ausland ist kleiner geworden.

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Basler Zeitung 09.08.07

Von Walzer bis Bummbumm

Tanzen macht nicht nur Spass, sondern ist auch ein Geschäft

In allen Kulturen und zu allen Zeiten wurde und wird getanzt. Die Tanzstile unterliegen dabei Moden. Konstant ist nur der Frauenüberschuss. Heute hat Tanzen auch mit Geschäft zu tun. Bis zu einer Million Menschen werden sich am 11. August am

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Basler Zeitung 04.08.07

Grenzgänger leiden unter hohem Euro

Wer clever ist, hat zumindest eine Frankenhypothek

Wer Franken verdient, aber in Euroland wohnt, trägt ein erhebliches Wechselkursrisiko. Die Grenzgänger haben innert fünf Jahren einen happigen Einkommensverlust von rund 15 Prozent hinnehmen müssen. Der Euro kennt derzeit nur eine Richtung: nach oben.

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Basler Zeitung 26.07.07

Wie Mäuse Menschen retten können

Die Firma 4-antibody entwickelt neue Technologie zur Herstellung von Antikörpern

Kein Umsatz, nur Kosten. Für die Entwicklung einer neuen Technologie zur Herstellung von Antikörpern hat 4-antibody mittlerweile 28 Millionen Franken eingesammelt. Für Forscher sind sie eine intellektuelle Herausforderung, für Manager eine Geldmaschine: die Antikörper

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Basler Zeitung 26.07.07

Basel und die Antikörper

Antikörper sind zwar nicht neu, werden aber immer besser

Antikörper werden seit mehr als hundert Jahren erforscht. Erschöpft sind deren Möglichkeiten aber noch lange nicht. «Retter der Kinder» nannten sie ihn. Emil Adolf von Behring (1854›1917) hatte beobachtet, dass im

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Basler Zeitung 21.07.07

In Basel wird verkauft, in Indien programmiert

Ramco Systems ist ein Vorreiter des Süd-Nord-Investments

Die indische Softwarefirma Ramco Systems hat seit 1994 ihren Europasitz in Basel. Das Unternehmen hilft Firmen, bei der Überwachung von Geschäftsprozessen. Europäische Unternehmen investieren in der ganzen Welt. Wenn aber Firmen aus Entwicklungsländern in Europa investieren,

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Basler Zeitung 19.07.07

Valeant verkauft Werk in Birsfelden an US-Investor

Legacy will Mitarbeiter des einstigen Solco-Werks behalten

Amerikanische Finanzinvestoren übernehmen das ehemalige Solco-Werk in Birsfelden. Neben eigenen Produkten sollen auch Fremdaufträge das Werk auslasten. Im Rahmen eines Restrukturierungsprogramms hat der an der New Yorker Börse kotierte Pharmaproduzent Valeant seine Betriebsstätten in Birsfelden und in

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Basler Zeitung 12.07.07

Aus dem Nichts zum Erfolg

Der Gerüstebauer Kapulica hat als Zwei-Mann-Betrieb begonnen

Die 1989 gegründete Kapulica AG will Marktführer unter den Gerüstbauern der Nordwestschweiz werden. Zuverlässigkeit und Flexibilität sind dabei oft wichtiger als der Preis. «Wenn man sich selbstständig macht, muss man etwas suchen, was sonst keiner machen

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Basler Zeitung 11.07.07

Es ist kein Mineralwasserwetter

Der viele Regen findet seinen Niederschlag auch in den Verkaufszahlen

Nicht nur die Baselbieter Kirschenernte leidet unter dem Wetter, sondern auch Glace- und Mineralwasserhersteller. Wer kennt sie nicht, die saisonbereinigten Arbeitslosenzahlen. Herausgerechnet werden bei der Bereinigung in erster Linie die Einbussen in der Bauwirtschaft während der

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Basler Zeitung 28.06.07

Lebensretter in den Schussfeldern

Die Organisation Ärzte ohne Grenzen hilft Opfern von Kriegen und Katastrophen

Humanitäre Hilfe ist eine Industrie. Ärzte ohne Grenzen (MSF) setzt jährlich mehr als eine Milliarde Franken um und beschäftigt 28 000 Mitarbeiter. Drei Millionen Menschen verloren im Biafra-Krieg Ende der 1960er-Jahre ihr

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Basler Zeitung 23.06.07

Global Player mit 40 Personen

Der Explosionsschutzspezialist Thuba AG wird 75

Die Basler Thuba AG mit ihren 40 Mitarbeitenden ist ein Global Player im Markt für Explosionsschutz. Der Familienbetrieb setzt nicht auf Wachstum, sondern auf Schnelligkeit. «Trouble Shooting» steht an der Tür des Chefs, Peter Thurnherr

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Basler Zeitung 22.06.07

Innovationen ab Laufband

Habasit eröffnet in Reinach ein Entwicklungs- und Testzentrum

Industrielle Produktion ist ohne Transportbänder undenkbar. Mit fortschreitender Automatisierung nehmen die Produkteanforderungen zu. Um weiter an der Spitze der Entwicklung zu stehen, hat Habasit eine Testanlage in Betrieb genommen. Wir kennen sie alle von der Supermarktkasse,

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Basler Zeitung 20.06.07

«In zehn Jahren redet keiner darüber

Kanadischer Professor sieht Klimawandel gelassen entgegen

Die Wirtschaft wächst, aber die Erde nicht. Dennoch sei nachhaltiges Wachstum möglich, glaubt der kanadische Wirtschaftsprofessor Scott Taylor, der heute in Basel einen Vortrag hält. Einst beherbergte sie eine Hochkultur › die Osterinsel. Bis zu

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Basler Zeitung 25.05.07

Vom Abwasser zum Wertstoff

Getrockneter Klärschlamm hat Brennwert von Holzhackschnitzeln

Bei der Reinigung von Abwasser fällt Schlamm in grossen Mengen an. Die Firma Roediger in Münchenstein baut Anlagen, um die in den Reststoffen enthaltene Energie zu nutzen. Die Schweizerinnen und Schweizer verbrauchen 160 Liter Wasser pro Tag.

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Basler Zeitung 25.05.07

Google und Salesforce.com verhandeln über Kooperation

Der gemeinsame Gegner heisst Microsoft, die gemeinsame Strategie «Software as a Service»

Noch lebt Microsoft vom Verkauf von Software. Dieses Geschäftsmodell käme durch eine Kooperation von Google und Salesforce.com unter Druck. Gemäss einem Bericht im «Wall Street Journal» verhandelt der Suchmaschinenbetreiber Google mit dem Hersteller von CRM

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Basler Zeitung 22.05.07

Etwas mehr Geld im privaten Haushalt

Das Haushaltseinkommen steigt um 5% › doch die Ärmsten profitieren nicht vom Aufschwung

Die Haushaltseinkommen stiegen anno 2005. Ölpreis, Steuern und Sozialabgaben frassen den Zugewinn aber weitgehend auf und die ärmsten Haushalte hatten gar eine Abnahme des verfügbaren Einkommens zu verkraften. Im Jahr 2005 ist das Bruttoeinkommen der Haushalte um 5

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Basler Zeitung 19.05.07

Augen in die Nanowelt

Die Liestaler Nanosurf gehört zu den Marktführern für Nano-Mikro

Atome kann man nicht sehen, nur ertasten. Damit das schneller geht, bietet die Liestaler Nanosurf neu ein automatisiertes Raster-Kraft-Mikroskop an. Die Schweiz ist die Heimat der Nano-Mikroskope. Erfunden wurde das

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Basler Zeitung 12.05.07

So alt wie die Gotthardbahn

Die Blaser AG feiert ihr 125-jähriges Jubiläum

Um den Fortbestand eines Familienunternehmens zu sichern, müssen die Anteile am Unternehmen zusammengehalten werden. Ausserdem muss in jeder Generation wieder ein Nachfolger gefunden werden. 1882 › die Gotthardbahn nimmt ihren fahrplanmässigen Betrieb auf. Grossbritannien besetzt Ägypten und

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Basler Zeitung 05.05.07

Nanonase in Entwicklung

Die Basler Firma Concentris entwickelt ein neues Produkt

Was für Flüssigkeiten bereits geht, soll nun auch für Gase möglich werden: der Nachweis einzelner Moleküle. Concentris sucht nach Anwendungen für die hypersensiblen Messgeräte. Der Federbalken ist 500 Mikrometer lang, 80 Mikrometer breit und einen Mikrometer

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Basler Zeitung 28.04.07

Baloise-Präsident warnt

Rolf Schäuble stellt mangelnden Reformwillen fest

Während die Bâloise Positiv-rekorde vermeldet, verortet Rolf Schäuble, VR-Präsident, Negativrekorde in der Schweizer Wirtschaftspolitik. Die Strategie «Ertrag vor Wachstum» zahlt sich aus. Die 869 Aktionäre an der gestrigen Generalversammlung

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Basler Zeitung 27.04.07

Start von neustarter.net

Basler Netzwerk für Mikrounternehmer

Der Verein neustarter.net bietet Networking, Coaching und Finanzierung für Mikrounternehmer. Topmanager «netzwerken» im Golfclub. Mikrounternehmer haben neu den Verein neustarter.net um Kunden zu akquirieren, Allianzen zu schmieden und Kontakte zu knüpfen

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Basler Zeitung 21.04.07

Die Philosophie des Ballonfahrens

Bertrand Piccard spricht über den totalen Kontrollverlust

Bertrand Piccard, der Schweizer Rekordballonfahrer, erklärt, warum es besser ist, die Kontrolle über sich als über die Situation zu haben. «Glück ist Rückenwind» besagt ein chinesisches Sprichwort und keiner könnte dem eher beipflichten als

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Basler Zeitung 07.04.07

Boom bei den Weltverbesserern

Die Stiftungsbranche wächst und wird professioneller

Stiften ist «in». Ein Drittel aller Schweizer Stiftungen ist keine zehn Jahre alt. Noch fehlt es der Branche aber an Transparenz. In der Schweiz gibt es rund 12 000 «klassische» Stiftungen (ohne Vorsorgestiftungen

Basler Zeitung 07.04.07

«Bau des Münsters würde an der Urne scheitern»

Stiftungen sollen auch nicht mehrheitsfähige Projekte fördern, sagt Philipp Egger von der Gebert Rüf Stiftung

Interview: Die Gebert Rüf Stiftung (GRS) wurde 1997 von dem Unternehmer Heinrich Gebert (Geberit Sanitärtechnik) zur Förderung von wissenschaftlichen Projekten gegründet. Das Stiftungsvermögen beträgt 220 Mio. Fr. Die Geschäftsleitung ist in Basel.

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Basler Zeitung 05.04.07

Mit diversen Medien arbeiten

Basler Werbefirmen x-Site und x-Ray bieten Werbung aus einer Hand

Werbung ist oft ein Ärgernis, manchmal eine Bereicherung › und für manche schlicht Arbeit. Früher wurden Symbole von Staaten und Religionen geschaffen. Sie dienten der Identifikation, als Chiffre für eine abstrakte Idee. Heute heisst Symbolsprache «

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Basler Zeitung 03.04.07

Clariant in ruhigem Fahrwasser

Generalversammlung beschliesst erneut Kapitalherabsetzung

Die Division Life Science Chemicals ist abgewickelt, der Konzernumbau weitgehend abgeschlossen. «Nicht ohne Stolz» präsentierte Jan Secher, CEO von Clariant, an der gestrigen Generalversammlung die Zahlen zum abgeschlossenen und die Pläne für das angebrochene Jahr

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Basler Zeitung 31.03.07

Drei Firmen, eine Zentrale

Die Marktführerin 33er Taxi AG disponiert auch ihre Konkurrenten

Disposition und Datenfunkverkehr der 33er-Taxis werden auch von der Taxi-Zentrale und den Mini-Cabs genutzt. Sie fahren auch schon mal nach Paris, London oder Barcelona, allerdings nur gegen Vorkasse. Meistens sind

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Basler Zeitung 31.03.07

Schweizer wechseln den Job häufiger

Studie stellt bei Angestellten im internationalen Vergleich hohe Fluktuationsrate fest

Freiwillige Stellenwechsel überwiegen unfreiwillige. Häufigster Grund ist Unzufriedenheit mit den Arbeitsbedingungen, wie eine Studie der Uni St. Gallen zeigt. Auch wenn wahrscheinlich viele Leute dies vom Gefühl her anders einschätzen würden: Die Stabilität des Arbeitsplatzes hat

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Basler Zeitung 15.03.07

Klimaneutralität für jedermann

Neuer CO2-Rechner für Auto und Wohnung

Wir produzieren zu viel CO2. Durch Kompensation der Emissionen können aber auch Private klimaneutral werden. Die Schweizerinnen und Schweizer verursachen CO2-Emissionen von zehn Tonnen pro Jahr. Das sind acht Tonnen zu viel. Um

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Basler Zeitung 13.03.07

Wie der Klimawandel an die Börse kam

Der Handel mit Umweltverschmutzung steht nach Start-schwierigkeiten vor seiner Bewährungsprobe

Die Europäische Union hat ein Handelssystem für CO2-Zertifikate geschaffen, um ihre Verpflichtungen aus dem Kyoto-Protokoll zu erfüllen. Auf dem Marktplatz wird Gemüse verkauft. An der Börse werden Aktien und Währungen gehandelt. Wie

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Basler Zeitung 13.03.07

Der «Goldstandard» im Klimaschutz

Ein Label soll das Klima retten und gleichzeitig die Armut in der Welt bekämpfen

Das Goldstandard-Label verknüpft Klimaschutz mit anderen Verbesserungen in den Entwicklungsländern. Die Energieeffizienz europäischer Unternehmen ist bereits relativ hoch. Ein-sparungen in Europa sind also teuer. In anderen Ländern wie Russland oder China lässt sich CO

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Basler Zeitung 28.02.07

Laster meiden die Schweiz

Arlesheimer Logistikfirma erwartet Verlagerung von der Strasse auf die Schiene

Die DSV Speditionslogistik AG (vormals Frans Maas) profitiert von der Integration in den DSV-Konzern › und schafft 23 neue Stellen. «Wie eine Lawine» sind die Aufträge der neuen Konzernmutter DSV auf das Arlesheimer Speditionsunternehmen

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Basler Zeitung 20.02.07

Prattler Greenfield verkauft

Ehemalige Sulzer-Tochter ist neu in schwedischer Hand

Erdgasgetriebene Autos erfreuen sich auch in der Schweiz wachsender Popularität. Noch befindet sich der Markt des Unternehmens aber im Ausland. Der Hersteller von Erdgastankstellen Greenfield aus Pratteln hat einen neuen Besitzer: den schwedischen Industriekonzern Atlas Copco mit weltweit

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Basler Zeitung 17.02.07

Gottes Lohn reicht nicht

Strategische Neupositionierung der Kirchen erforderlich

Basel ist ein Extremfall: In keinem anderen Kanton der Schweiz sind weniger Menschen Mitglied einer Kirche. Mit Kostensenkungs- und Umstrukturierungsprojekten sollen die Kirchen nun auf eine weitere Abnahme vorbereitet werden. 135 000 Mitglieder hatte die evangelisch-

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Basler Zeitung 10.02.07

«Korruption wurde gefördert»

Zertifizierung erhöht «ethisches Kapital» von Firmen

Interview: Philippe Montigny, Präsident von ETHIC Intelligence, zertifiziert die Bemühungen von Unternehmen im Kampf gegen Korruption und Geldwäsche. baz: Herr Montigny, warum sind Bodenschätze für viele Länder eher ein Fluch denn ein Segen?

Basler Zeitung 10.02.07

Regeln macht der Staat, oder?

Wie sich Banken oder die Holzindustrie selbst regulieren

Regeln werden immer öfter von den Betroffenen selber gemacht. Weil die demokratische Kontrolle fehlt, ist eine kritische Öffentlichkeit nötig. In den letzten Jahren hat die Bedeutung nicht staatlicher Akteure bei der Regelsetzung markant zugenommen, erklärte Prof.

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Basler Zeitung 06.02.07

Die Welt ist ein Fluss

Der Hafenlogistiker Ultra-Brag profitiert vom wachsenden Schweizer Aussenhandel

Die Aufhebung des Hafens St. Johann zwingt die Ultra-Brag AG zur Verlegung eines Teils ihrer Anlagen › Porträt eines Hafenlogistikunternehmens. Der Rhein ist die Nabelschnur der Schweiz, ihr Zugang zu den Weltmeeren. 15% aller

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Basler Zeitung 03.02.07

Höhere Preise › ein Vorteil?

Das Parallelimportverbot aus ökonomischer Sicht

Die Zulassung von Parallelimporten könnte gemäss Prof. Rolf Weder auch negative Folgen haben. Medikamente sind in der Schweiz deutlich teurer als in den Nachbarländern. Die Patienten bezahlen jährlich gut 300 Mio. Fr. «zu viel»

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Basler Zeitung 15.09.98

Internet-Provider: Marktbereinigung ist unumgänglich

Das Internet boomt. Profitiert haben davon nicht zuletzt die sogenannten Internet Service Provider, kurz ISP. Aber wie lange noch werden sich 150 ISP am Schweizer Markt halten können? Basel. Rund 700 000 Schweizerinnen und Schweizer nutzen derzeit das Internet regelmässig. Das

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Basler Zeitung 15.09.98

Internet-Provider: Marktbereinigung ist unumgänglich

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Basler Zeitung 04.09.98

WIR: «Fascht e Familie»

Die WIR-Regionalgruppe Basel feiert am Samstag ihr 60jähriges Bestehen. Die Vernetzung von KMU ist nach wie vor ein Bedürfnis. Basel. mic. Wie viele Währungen gibt es in der Schweiz? Zwei: den Franken und den WIR. Letzterer kann

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Basler Zeitung 02.09.98

Saubere Körper in sauberer Umwelt

Anfang April wurde in der Gerbergasse der zweite Basler Body Shop eröffnet. Der englische Kosmetikhersteller hat sich durch sein Engagement gegen Tierversuche in der Kosmetikindustrie und für die Umwelt klar im Wettbewerb positionieren können und wächst in der Schweiz weiter. Basel. Jytte und Jörg

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Basler Zeitung 02.09.98

Hansberger neu in der Schweiz

Basel. mic. Die amerikanische Investmentgesellschaft Hansberger Global Investors (HGI) legt, in Zusammenarbeit mit einer Luxemburger Anlagefondsgesellschaft, einen Fonds für Schweizer Anleger auf. HGI verfolgt eine «value» Strategie, strebt nachhaltiges Wertwachstum an. Die von HGI verwalteten Portfolios werden «

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Basler Zeitung 01.09.98

Wie messe ich Öko-Effizienz?

Die Umwelt ist ein knappes Gut, mit dem es haushälterisch umzugehen gilt: Umweltmanagement setzt die Kenntnis der Umweltbelastung durch Prozesse und Produkte voraus. An einer «sanu»-Tagung wurde der Einsatz von Kennzahlen zur Messung der Öko-Effizienz diskutiert. Basel

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Basler Zeitung 27.08.98

Gimmicks Elefant im Bahnhofbuffet

Werbung kann übersättigen. Die Werber müssen sich also etwas Neues einfallen lassen. Warum sollen sie nicht Feste steigen lassen, uns mit Gauklern verführen, ein bisschen Theater spielen? Die Basler Event-Agentur Gimmick Studios tut genau das, organisiert sogenannte «Events».

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Basler Zeitung 27.08.98

Gimmicks Elefant im Bahnhhofbuffet

Werbung kann übersättigen. Die Werber müssen sich Neues einfallen lassen. Die Basler Event-Agentur Gimmick Studios tut genau das. Sie organisiert „Events“.

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Basler Zeitung 08.08.98

Garanta-Hauptsitz in Basel eröffnet

Aufgrund der erfreulichen Geschäftsentwicklung wurde der Pax-Tochter Garanta der alte Hauptsitz in Bottmingen zu eng. In nächster Nähe zum Pax-Hauptsitz am Aeschenplatz wurde deshalb ein neuer Hauptsitz bezogen. Dank gutnachbarschaftlicher Beziehungen zur Muttergesellschaft können auch Synergien, vor allem

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Basler Zeitung 08.08.98

Boehm-Hutter: Konkurs

Dem Konkursantrag der Reinacher Druckerei Boehm-Hutter wurde gestern vom Bezirksgericht Arlesheim stattgegeben. Der Betrieb ist geschlossen. Nach Ablauf der zehntägigen Einsprachefrist wird ein Schuldenruf ergehen. Die Mobilien werden zur Zeit inventarisiert und später veräussert. Die Liegenschaft in Reinach hatte

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Basler Zeitung 07.08.98

Universal Express: 35 neue Arbeitsplätze

Das Münchensteiner Logistikunternehmen Universal Express hat in Allschwil ein neues Logistikzentrum eröffnet und bis jetzt 35 neue Arbeitsplätze geschaffen. Für einen Grosskunden wird dort die gesamte Logistik von der Lagerhaltung über die Verpackung bis zum Versand und der Fakturierung erledigt. Es wurden rund

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Basler Zeitung 07.08.98

Branche des Monats: Softwarehersteller

Die Alchimisten der Informationsgesellschaft

Softwarehersteller sind die Alchimisten der Informationsgesellschaft. Sie verwandeln mit ihren Programmen wertlose Daten in wertvolle Informationen. Dahinter stecken aber nicht mehr Beschwörungsformeln und Schwefeldämpfe, sondern harte Arbeit. Ein bisschen zaubern wollen sie aber auch heute noch. Basel. Die Schweiz hat die

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Basler Zeitung 06.08.98

In Babylon kann jeder mitreden

Zur kontroversen Diskussion um den Shareholder-value. Die Bedeutung eines Wortes ist sein Gebrauch in der Sprache. Ludwig Wittgenstein Seit der Umbenennung der Aktionäre in Shareholders und der Einführung des danach benannten Managementansatzes, der die Aktionärsinteressen als vorrangiges Unternehmensziel

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Basler Zeitung 04.08.98

Danzas verstärkt Geschäft in Skandinavien

Danzas und das dänische Logistikunternehmen Team Ship A/S wollen im sogenannten Projektgeschäft zusammenarbeiten. Wie gestern bekanntgegeben wurde, erfasst die Kooperation Logistikdienstleistungen aus und nach Skandinavien: Team Ship wird ab sofort Danzas beim Projektgeschäft in den skandinavischen Ländern vertreten, während

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Basler Zeitung 31.07.98

Pharma-Zuzug aus England

Der Pharma- und Biotechnologiestandort Basel erhält Zuzug durch das Engineeringunternehmen Amec PharmaChem. Basel. Amec PharmaChem, ein Tochterunternehmen der britischen Amec Construction Ltd., hat Anfang Juli eine Niederlassung in Basel eröffnet. Das Unternehmen plant und baut pharmazeutische und biotechnologische Laboratorien und

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Basler Zeitung 30.07.98

Panalpina kooperiert mit Lufthansa

Das Basler Transport- und Logistikunternehmen Panalpina intensiviert die Kooperation mit Lufthansa Cargo durch Beitritt zum sogenannten Business Partnership Program. Dies ermöglicht Panalpina frühzeitig auf die Netzwerk- und Kapazitätsplanung von Lufthansa Cargo Einfluss zu nehmen. Weitere Kooperationsfelder sind das Qualitätsmanagement, die

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Basler Zeitung 30.07.98

Bio-Essen auf (Zwei-)Rädern

Seit Mitte Juli liefert Mister Bio biologisches Essen nach Hause oder ins Büro. Als erster Gastronomiebetrieb der Nordwestschweiz ist Mister Bio mit der «Knospe» zertifiziert. Mit dem Projekt hatte Patrick Lautenschlager den ersten Platz in einem Jungunternehmerwettbewerb gewonnen. Basel. Wer kennt

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Basler Zeitung 30.07.98

Internet wird in die Freiheit entlassen

Das Internetadresswesen wird reorganisiert. Dabei fällt der historische Einfluss der US-Regierung auf das Internet weg. Genf. Das Internet wird aus der Verantwortung der US-Regierung in die – selbstregulierte – Freiheit entlassen. IANA (Internet Assigned Numbers Authority),

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Basler Zeitung 25.07.98

Elco Papier

Der Papierhersteller Elco steigt in die Direktwerbung ein: Elco bietet nicht mehr nur das Papier für persönlich adressierte Werbung (Direktwerbung) an, sondern arbeitet jetzt auch ganze Direktwerbekampagnen aus. Das Dienstleistungs-/ Produktangebot reicht jetzt von

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Basler Zeitung 25.07.98

Inet’98: Kontroverse um Datenschutz im Internet

In der Frage des Datenschutzes im Internet bahnt sich ein Streit zwischen Europäern und Amerikanern an, wie sich an der zurzeit in Genf stattfindenden internationalen Internetkonferenz Inet’98 gezeigt hat. Genf. mic/SDA/DPA. Weltweit nutzen heute 100 Mio.

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Basler Zeitung 24.07.98

Nestlé steigert Umsatz um 5,7%

Nestlé hat im ersten Halbjahr 1998 den Umsatz in Franken um 5,7% auf 35,3 Mrd. Fr. gesteigert. Lokal konnte eine Steigerung um 10,2% verbucht werden. Währungseffekte haben den, zu knapp

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Basler Zeitung 23.07.98

Novartis und Knoll kooperieren

Ludwigshafen/Basel. mic. Knoll und Novartis wollen bei der Entwicklung eines Medikamentes zur Behandlung von Schizophrenie zusammenarbeiten. 1% der Schweizer Bevölkerung, rund 70 000 Menschen, leidet an Schizophrenie. Zu den Symptomen dieser Krankheit zählen optische und akustische Halluzinationen, Wahnideen und

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Basler Zeitung 22.07.98

Clariant und Ciba SC überbewertet?

Zunehmende Bewertungsdifferenzen zwischen den Schweizer Spezialitätenchemie-Herstellern und ihren angelsächsischen Konkurrenten werfen die Frage auf, ob Clariant und Ciba SC überbewertet sind. Die Credit Suisse First Boston hat deshalb für die beiden Firmen «faire» Kurse ausgerechnet. Basel. mic. Sieben

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Basler Zeitung 25.06.98

Schweizer Paketpost stellt sich dem Wettbewerb im Verbund

Seit Dezember 1997 ist die Schweizer Post Partner und mittlerweile auch Gesellschafter von General Parcel, einem europäischen Verbund von Paketdienstleistern. Die Schweizer Post sieht sich für den durch die Teilliberalisierung des Paketpostmarktes Anfang 1998 ausgelösten Wettbewerb gewappnet. Basel/Neuenstein. Der europäische und

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