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Zwei Drittel des Welt-Energiespar-Potentials liegt in Entwicklungsländern

Die wirtschaftlichen Vorteile des Energiesparens sind enorm

Der Energieverbrauch steigt weltweit an, inbesondere in den Entwicklungsländern. Vier Fünftel der zusätzlichen Energienachfrage geht auf ihr Konto. Jedes Jahr verbrauchen die Entwicklungsländer 3,4 Prozent mehr Energie – es sei denn – sie tun etwas dagegen. Die Unternehmensberatung McKinsey schätzt in einer Studie, dass sich das Nachfragewachstum auf 1,4 Prozent beschränken lässt. Bis 2020 lässt sich so der aktuelle Energieverbrauch Chinas sparen.

Die Entwicklungsländer profitieren dabei mehrfach von den erforderlichen Investitionen in Energieeffizienz:

  • Alle vorgeschlagenen Massnahmen haben eine Internal Rate of Return (IRR) von 10 Prozent oder mehr. Sie sind also profitabel: Investieren die Länder des Südens in den nächsten zwölf Jahren je 90 Milliarden Dollar in Sparmassnahmen, werden sich die jährlichen Einsparungen bis 2020 auf 600 Milliarden Dollar erhöhen.
  • Um die steigende Energienachfrage zu befriedigen müssen die Entwicklungslännder massiv in neue Kraftwerke investieren. Durch Energiesparmassnahmen lässt sich das erforderliche Investment aber von 11 auf 9 Billionen (9 000 000 000 000) Dollar reduzieren. Dieses Geld kann anderweitig ausgegeben werden.
  • Dank geringerer Energieimporte verbessern sie ihre Handelsbilanz und sind weniger anfällig auf externe (Energiepreis-)Schocks.

Um dieses Potential zu realisieren, müssen die Entwicklungsländer aber schnell reagieren. Die Hälfte des im Jahr 2020 bestehenden Kapitalstocks in Form von Gebäuden, Fabriken, Kraftwerken etc. wird in den nächsten zwölf Jahren gebaut. Da diese Infrastrukturen anschliessend jahrzehntelang genutzt werden, haben die Entwicklungsländer also die Möglichkeit ihre Energieeffizienz langfristig zu verbessern.

Dazu sind insbesondere folgende Massnahmen erforderlich:

  • Reduktion oder Abschaffung von Energiesubventionen
  • Anreize für Energieversorger, das Energiesparen zu fördern
  • Minimalstandards für elektrische Geräte, Förderung von Energiesparlampen etc.

Einige der Entwicklungsländer, insbesondere China, haben die Bedeutung und Dringlichkeit des Problems erkannt. Energieezzizienz steht ganz oben im aktuellen Fünjahresplan. mic

Die McKinsey Studie ist der dritte Teil einer Serie: Der erste Teil (Blogeintrag) zeigt wie sich durch eine Erhöhung der Welt-Energieproduktivität der Klimawandel stabilisieren lässt ohne das Wirtschaftswachstum zu gefährden. Und der zweite Teil (Blogeintrag) erklärt, wo sich in Europa noch ungenutzte Energiesparpotentiale verstecken. Alle Studien gibt’s kostenlos. Man muss sich aber anmelden.

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