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Cancun ist nur der erste Schritt

Mit dem Erfolg in Cancun ist das Klima noch nicht gerettet. Gerettet ist höchstens der Verhandlungsprozess selbst. Denn nach dem Misserfolg im Vorjahr in Kopenhagen wuchsen die Zweifel, ob es überhaupt möglich ist, mit 194 Ländern einen Klimavertrag zu verhandeln. Und so war Cancun zum Erfolg verdammt. Denn ohne Ergebnis, wären die Rufe lauter geworden, den Versuch abzubrechen, im Rahmen der UNO eine Antwort auf die Klimakrise zu finden. Doch mit Cancun und dem Erfolg beim Gipfel zum Schutz der Artenvielfalt in Nagoya vor einigen Wochen meldet sich die UNO nun mit Macht zurück: Für globale Probleme braucht es globale Lösungen und die UNO ist in der Lage diese auch zu liefern.

Trotzdem ist Cancun nur der erste Schritt, um die Klimaerwärmung auf zwei Grad zu begrenzen. Denn wie die Länder ja selber zugegeben haben, reichen die bislang vorliegenden Ziele zur Reduktion der Treibhausgasemissionen nicht aus. Die Ziele müssen anspruchsvoller werden. Aber dieses Problem vermag der UN Prozess nicht zu lösen. Die UN Klimakonvention gibt nur den Rahmen vor, um die Klimaschutzmassnahmen der verschiedenen Länder zu koordinieren. Wie hoch die Reduktionsziele sind, müssen die Länder aber letztlich selber festlegen. Und so muss es nun in einem zweiten Schritt darum gehen die bestehenden Ziele zu verschärfen. Derzeit will die die EU ihre Emissionen bis 2020 um 20 Prozent im Vergleich zu 1990 reduzieren. Und wenn andere Länder „vergleichbare Anstrengungen“ unternehmen, kann dieses Ziel auf 30 Prozent erhöht werden.

Dieser Schritt ist nun fällig. Cancun liefert den internationalen Rahmen und auch wenn die anderen Länder noch nicht ganz so ehrgeizig sind, lohnt sich die Erhöhung auf 30 Prozent. Denn hier geht es nicht nur ums Klima, sondern vor allem auch um die Wirtschaft. Und hier gewinnt, wer weniger Ressourcen verbraucht und weniger Klimagift produziert. Es herrscht Wettbewerb, Wettbewerb um den Markt für Greentech Produkte. Viele Länder haben das mittlerweile begriffen. Die EU auch? mic

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