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Supertaifun auf dem Weg in die Philippinen

Den Philippinen droht wieder ein Supertaifun während der Klimakonferenz

Noch immer leben 100’000 Familien in Notunterkünften, nachdem vor genau einem Jahr Supertaifun Hayan weite Teile der Philippinen verwüstet hat. Und nun droht der nächste Sturm – der möglicherweise erneut die Stadt Tacloban trifft.

Hagupit – so heisst der Supertaifun der sich auf die Philippinen zubewegt. Am Mittwoch hat sich die Geschwindigkeit des Tropensturms von 180 auf 240 Stundenkilometer beschleunigt, womit der Sturm nun zur Klasse der ‚Supertaifune‘ zählt. In der Nacht auf Donnerstag nahm die Geschwindigkeit dann weiter zu: auf 290 Stundenkilometer mit Böen bis zu 320 Stundenkilometer. Es wird erwartet, dass Hagupit am Samstag oder Sonntag auf Land trifft. Welcher Teil der Philippinen das Auge des Sturms abbekommt ist aber noch unklar: Das US Taifunzentrum erwartet einen nördlichen Kurs in Richtung der philippinischen Hauptstadt Manila. Die Taifunzentren von Japan und den Philippinen erwarten hingegen einen eher südlichen Kurs in Richtung Tacloban.

Das Auge des Sturms: Supertaifun Hagupit wird am Sanmstag oder Sonntag in den Philippinen auf Land treffen. (Livebild: nullschool.net)

Das Auge des Sturms: Supertaifun Hagupit wird am Samstag oder Sonntag in den Philippinen auf Land treffen. (Livebild: nullschool.net)

Dies ist die Stadt, die genau vor einem Jahr vom bislang stärksten Sturm getroffen wurde, der je gemessen wurde: dem Supertaifun Hayan. Dieser trieb eine fünf bis sechs Meter hohe Fluwelle vor sich her und zerstörte 90 Prozent der Stadt Tacloban. Insgesamt kamen 6300 Menschen ums Leben und 11 Millionen Menschen waren von Hayan betroffen. Der Wiederaufbau von Tacloban verläuft nur schleppend und noch immer leben 100‘000 Familien in Notunterkünften. Und nun droht der nächste Sturm. Metereologen erwarten, dass sich Supertaifun Hagupit leicht abschwächen wird, bevor er auf Land trifft. Dies ist aber nur ein bedingter Trost: Je langsamer der Sturm ist, desto länger verweilt er. Die ersten Ausläufer des Sturms haben die Philippinen bereits am Donnerstag Nachmittag erreicht. In den betroffenen Gebieten sind somit zwei bis drei Tage extremer Regenfälle und Überschwemmungen zu erwarten, bevor sie die volle Wucht des Sturms trifft.

Damit steht einmal mehr eine Klimakonferenz im Banne einer Naturkatastrophe in den Philippinen. Während der Klimakonefernz in Warschau im vergangenen Jahr hielt der damalige Chefunterhändler der Philippinen, Yeb Sano, eine tränenreiche Rede, die ihn zu einem der bekanntesten Klimadiplomaten machte. In Bezug auf Supertaifun Hagupit sagt Yeb Sano gegenüber Mashable: „Es ist eine Herausforderung, dass wir uns mehreren Szenarien gegenübersehen: Entweder Hagupit nimmt den gleichen Kurs wie Hayan, oder Hagupit trifft die Hauptstadt, Manila.“ [1] In jedem Fall dürfte der Sturm den Delegierten an der Klimakonferenz in Lima einmal mehr verdeutlichen, woran sie arbeiten: an der Bergrenzung des Klimawandels um sicher zu stellen, dass Stürme wie Hayan und Hagupit nicht zur neuen Norm werden. mic

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[1] Mashable, 04.12.2014: Super Typhoon Hagupit poses deadly risks to Philippines, raises specter of Haiyan

 

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